Bronsteyns Agentur für Augenöffnung und kreative Weltveränderung

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Archive for Februar 2009

Aufstand in Guadeloupe

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Auf der „Ferieninsel“ Guadeloupe ist wohl die Hölle los, in verschiedenen Pressemeldungen ist schon seit Tagen von Unruhen die Rede, die nunmehr auch ein Todesopfer gekostet haben sollen.

Nach wochenlangen Streiks st es auf der französischen Karibikinseln Guadeloupe zu schweren Zusammenstössen mit der Polizei gekommen. Beim Versuch, Barrikaden abzubauen, wurden Polizisten am Montag mit Steinen beworfen. Etwa 50 Personen wurden festgenommen, wie der für die Insel zuständige Regierungsbeamte Nicolas Desforges mitteilte.

Die Polizei setzte nach Angaben der linksgerichteten Partei NPA Tränengas ein. Mehrere Streikende wurden offenbar verletzt, unter ihnen der Gewerkschaftsführer Alex Lollia.

Gut vier Wochen nach Beginn eines Generalstreiks auf der französischen Karibikinsel Guadeloupe ist es in der Nacht auf Mittwoch zu gewaltsamen Ausschreitungen gekommen. Dabei wurde auch ein Mann von einer Jugendbande erschossen. Mindestens sechs Polizisten wurden durch Schüsse verletzt. Mehrere Geschäfte wurden geplündert und in Brand gesetzt. Demonstranten errichteten zahlreiche Straßensperren.

Bei dem Erschossenen handelte es sich nach Behördenangaben um einen Gewerkschafter. Dieser sei nach einer Kundgebung in seinem Auto tödlich getroffen worden, als zahlreiche Jugendliche auf Polizisten feuerten.

Die Bevölkerung fühle sich im Stich gelassen, sagte der Bürgermeister von Pointe-a-Pitre, Jacques Bangou. Er habe die ganze Nacht „zugeschaut, wie die Stadt in Schutt und Asche gelegt wird“. In mindestens neun Fällen sei die Polizei nicht eingeschritten, als Jugendbanden Autos oder Geschäfte in Brand gesetzt hätten. Er warf der französischen Regierung vor, zu langsam zu handeln.

Auslöser der sozialen Unruhen waren die hohen Lebenshaltungskosten auf der Inselgruppe. Die französischen Überseegebiete werden vom Festland subventioniert. Die eigene Wirtschaft ist kaum entwickelt, der Tourismus ist die Haupteinnahmequelle. Zahlreiche Produkte werden importiert. Die Proteste richten sich zunehmend auch gegen die ungleiche Verteilung der Reichtümer zwischen der überwiegend weißen Oberschicht und der mehrheitlich dunkelhäutigen Bevölkerung.

Auch auf der Nachbarinsel Martinique steht das öffentliche Leben praktisch still, weil die Menschen gegen die teuren Lebenshaltungskosten protestieren. Schulen, Ämter, Banken und Geschäfte sind auf beiden Inseln größtenteils geschlossen, die Müllabfuhr hat ihre Arbeit eingestellt, an den Tankstellen gibt es kaum noch Benzin. 10.000 Touristen stornierten bereits ihre Urlaubsbuchungen auf beiden Inseln.

Quellen:

FTD

Arlette Laguillers Solidaritätsadresse mit den Aufständischen in Gouadeloupe von Lutte Ouvriere am 16.2.2009

Schweizer Tagesschau

AFP am 18.2.2009

Focus am 18.2.2009

Die Welt am 18.2.2009

Written by bronsteyn

18. Februar 2009 at 5:58 pm

Veröffentlicht in Karibik

Die Propagandamaschine der USA

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Dieser Artikel erschien am 10. Februar 2009 in einem Mirror des populären Blogs mein-parteibuch.com, welcher derzeit offensichtlich massiv durch DOS-Angriffe (=Denial of Service) attackiert wird. Ein näheres Studium des Inhaltes dieses Artikels macht verständlich, warum das so ist.

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Die Propagandamaschine der USA (mein-parteibuch.com)

Im Guardian hat die Nachrichtenagentur AssoCIAted Press kürzlich berichten lassen, das Kriegsministerium des Mafiastaates USA gebe 4,7 Mrd Dollar jährlich für Propaganda aus. Damit würde das Pentagon 27.000 Leute mit der Erstellung von Propaganda beschäftigen, die 5.400 Presseerklärungen, 3.000 Fernsehbeiträge und 1.600 Radio-Interviews produziert und ohne Sichtbarkeit der US-Armee in den Medien verteilt hätten. AP-Chef Tom Curley hat außerdem in einem Vortrag von Studenten erklärt, führende Kommandeure der US-Armee hätten ihm zu verstehen gegeben, dass man “die AP und ihn zerstören wird, wenn er und die Nachrichtenagentur weiterhin auf journalistische Prinzipien bestehen”.

Dürfen wir mal herzlich lachen? Eine Minute Fernsehen in der Einflusszone der USA und den von ihr geführten NATO-Kolonien und ein Blick auf beliebige Titelseiten der dazugehörigen Printprodukte sollten bei einem halbwegs vernunftbegabten Menschen eigentlich ausreichen, um zu begreifen, dass die US-Propaganda viel mehr Resourcen verschlingt als 4,7 Mrd Dollar und 27.000 Propagandisten.

Die offen gelegten 4,7 Mrd Dollar sind lediglich dazu da, um Propaganda für die Kriege der USA zu produzieren, bei denen kein besonderer Wert auf die Geheimhaltung der Herkunft gelegt wird, weil die Herkunft ohnehin offensichtlich ist und die Heimlichkeit, wenn sie auffliegt, keinen Vorteil, sondern Nachteile für die beabsichtigte Wirkung der Propaganda bringt.

So platziert die US-Armee im Irak einen Teil ihrer Propaganda im Wege der systematischen Korruption in den Zeitungen des eroberten Irak und fördert über die USAID Propaganda im Sinne der Besatzer in Afghanistan gegen die widerspenstige afghanische Bevölkerung.

Nach der militärischen Eroberung eines Landes wird mit solcher Propaganda und der Verfolgung unerwünschter Meinungen von der siegreichen Armee ein demokratisches Meinungsspektrum innerhalb der Bandbreite einer besatzungsfreundlichen Grundhaltung erzeugt. Gleichzeitig zu dieser vergleichsweise offenen Propaganda wird dann wie einst in Deutschland nach dem zweiten Weltkreg mit geheimdienstlichen Mitteln dafür gesorgt, dass Lakaien der Besatzer die Medienlandschaft des besetzten Landes dominieren.

Nachdem das eroberte Land durch die Etablierung einer Marionettenregierung und den Aufbau einer von Lakaien der Besatzer dominierten Medienlandschaft durch Subvention und juristische Repressionen gegen unliebsame Konkurrenten vollständig unter Kontrolle gebracht wurde, wird die Steuerung der Medien durch die Armee weitgehend aufgegeben und vollständig dem Geheimdienst übertragen. Da die USA schon in vielen Ländern über Marionettenregierungen die Macht ausüben, läuft der weitaus größere Teil der Propaganda der USA traditionell nicht über das öffentliche Budget des Pentagon, sondern über das geheime Budget der CIA. Im Oktober 2008 wurde bekannt, dass die CIA 47 Milliarden Dollar an Haushaltsmitteln zur Verfügung hat. Unklar ist, wieviel Geld die CIA über Gewinne aus von ihr kontrollierten Tarnfirmen und Geschäften wie dem internationalen Drogenhandel unter der Hand an schwarzem Budget zusätzlich zur Verfügung hat. Wie die aufgeflogene Operation Mockingbird zegt, gibt die CIA traditionell einen großen Teil ihres Budgets für die Steuerung und Manipulation der Medien in den USA und den von ihnen kolonialisierten Ländern aus.

Neben der Manipulation der Medien im eigenen Land und der Steuerung der Medien in den von den USA kolonialisierten Ländern gibt die USA außerdem noch viel Geld für den propagandistischen Angriff auf noch nicht kolonialisierte Länder mit Hilfe von Sendern wie Radio Free Europe und Radio Free Asia sowie über moderne Kanonenboote in Form von angebliche “Menschenrechtsorganisationen” wie NED oder Reporter ohne Grenzen aus.

Durch die Verwandelung der Medien von kolonialisierten Ländern in Propaganda-Kanäle der USA, wie dies beispielsweise im Italien des der US-Kolonalialorganisation NATO und ihrem Geheimprojekt Gladio über die Loge P2 bekanntermaßen besonders verbundenen Silvio Berlusconi oder im Frankreich des der CIA durch familiäre Bande besonders verbundenen Nicolas Sarkozy der Fall ist, wurde ein großer Teil der internationalen Medienlandschaft zu einer giganitischen Propagandamaschine, deren Fähigkeit zur Gehirnwäsche der Welt einzigartig ist und aus kritischem Journalismus eine philantrope Nischenerscheinung gemacht hat. Nur dadurch, dass diese billionenschwere verdeckte Propagandamaschine der USA sich zu einem guten Teil aus Werbung refinanziert, ist sie überhaupt irgendwie bezahlbar.

Insgesamt verschlingt diese Propagandamaschine als Herzstück des US-Imperialismus Billionen von Dollar und nicht nur 4,7 Mrd Dollar. Wenn ausgerechnet Tom Curley, der als Ex-Chef des Boulevardblattes USA Today seit eh und je integraler Bestandteil der US-Propaganda-Maschine ist, sich über teure Propaganda beschwert, ist das ein schlechter Witz.

Written by bronsteyn

10. Februar 2009 at 9:48 pm

Veröffentlicht in US-Imperium

Hallo Welt!

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Dies ist die Geburtsstunde von Bronsteyns Agentur für Augenöffnung und kreative Weltveränderung. Noch ist es sehr ruhig hier, kaum Besucher.
Das wird sich ändern….
Nur Geduld.

Das vorläufige erste Zwischen-Ziel ist 10000 Hits pro Monat.
Wir setzen uns dafür Frist bis Jahresende.

Written by bronsteyn

9. Februar 2009 at 2:52 pm

Veröffentlicht in Uncategorized