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Streiks in Südkorea

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Die Streikbewegung in Südkorea aus der Sicht des koreanischen Fernsehens.

Eindrucksvolle Bilder…

Written by bronsteyn

30. November 2009 at 8:33 pm

Veröffentlicht in Korea, US-Imperium

Distanzierungserklärung

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Am 22.11.2009 erschien auf der Frontpage der „Linken Zeitung“, in deren Redaktion ich mitarbeite, ein Artikel mit folgender Überschrift:

Verschwörungstheorien – Gefahr für die Demokratie

Die Übernahme dieses Artikels auf die Frontpage der Linken Zeitung geschah nicht mit meiner Billigung und Zustimmung. Ich habe intern gegen diesen Vorgang protestiert.

Ich distanziere mich mit aller Klarheit und aller Entschiedenheit von diesem Artikel.

Die Webseite, von der dieser Artikel entnommen wurde, stellt nach meiner Meinung und nach meiner Einschätzung und nach meiner Meinung eine zionistische Webseite dar, deren Aufgabe es ist, Desinformation und Desoranisation in die Linke hineinzutragen.

Die Webseite „Faschismus 2.0“ zählt offensichtlich zu den Organisatoren des SA-Angriffes auf eine Veranstaltung des Cafe Voltaire in Frankfurt im Oktober. Die Linke Zeitung berichtete darüber:

Stoppt die „linke“ SA!

Hetzkampagne und Blockade wie früher von der SA

Antideutsche Provokation in Frankfurt/Main verhindert

Für den Erhalt der freien Meinungsbildung

Um so unverständlicher, dass am 22.11.2009 ein aussergewöhnlich übler Hetzartikel der als Leitartikel in der Linken Zeitung erschien. „Faschismus 2.0zählte nämlich anscheinend zu den wesentlichen Organisatoren des SA-Angriffes in Frankfurt und brüstet sich sogar damit.

Diese Webseite brüstet sich auch damit, mit staatlichen Apparaten verquickt zu sein:

http://www.merling.net/j15/index.php?option=com_content&view=article&id=398:pressekonferenz-zu-faschismus-20-in-berling&catid=94:aktuelles&Itemid=161

Der Artikel selbst ist unsachlich, beleidigend, in keiner Weise differenzierend und dient letztlich der Verbreitung folgender These:

Wer die Version der Bush-Regierung zu den Vorgängen am 11.9.2009 in den USA anzweifelt, der ist ein Faschist.

Erschien zuvor in der Linken Zeitung ein anderer Artikel, der auf eine sich abzeichnende Spaltung in der 911-truther-Bewegung hinwies (was den tatsächlichen Vorgängen durchaus entspricht), so beschränkt sich dieser Artikel auf reine Diffamierung.

Offensichtlich wird der Umstand ausgenutzt, dass zionistische Gruppen es immer noch schaffen, sich als „links“ darzustellen. Es geht aber eigentlich um die Verlängerung der permanenten Medienkampagne zur Unterdrückung von Zweifeln an der Version der Bush-Regierung über die Vorgänge am 11.9.2001.

Letztlich wird suggeriert: wer diese (vollkommen absurde und widersprüchliche) Version einer kriegsverbrecherischen Regierung anzweifelt, glaubt auch an Illuminaten, an „jüdische Weltverschwörung“, an „Reichsflugscheiben“, an die „Hohlweltheorie“ und an reptilienartige Aliens. Es handelt sich aus meiner Sicht um eine fortgesetzte Kampagne  der „roten Heringe“ zu 911. Es liegt nahe, eine Neuauflage von COITELPRO – Strategien zu vermuten.

Der Leitende Redakteur der Linken Zeitung war sich möglicherweise nicht darüber im Klaren, dass er selbst jederzeit auch ins Diffamierungsschema dieser Gruppierung fallen würde, denn die Linke Zeitung wirbt ja auch für einen 911-kritischen Film von Nuovoviso auf der Titelseite.

Der Artikel der nach meiner Einschätzung getarnten zionistischen Webseite Faschismus 2.0 beginnt folgendermaßen:

Wir haben schon vor längerem die evidenten Verbindungen der „Truther“-Szene zu rechtsextremistischen Ideologien und Ideologen festgestellt und vor der Zusammenarbeit mit dieser Szene mehrfach gewarnt.

„Wir“. Ich lasse mal offen, wen ich hinter diesem „wir“ vermute. Hier wird also nicht von einer Spaltung der „truther“-Szene gesprochen (die eine Tatsache ist), sondern davon, dass DIE Truther-Szene schlechthin „evidente Verbindungen“ zum Rechtsradikalismus hätte. Da ich mich selbst zu den Truthern zähle, betrachte ich diesen Satz als pure Hetze und Verleumdung.

Der Blog „Mein Parteibuch“ ging auf diesen Artikel näher ein.

Ich beschäftige mich eigentlich schon seit längerem nicht mehr ausführlicher mit dergleichem Dreck. Der Schock war daher groß, ausgerechnet ein solches Machwerk als Leitartikel in der Linken Zeitung vorzufinden.

Derzeit bin ich wirklich sehr damit beschäftigt, Artikel mit höchst wichtigen aktuellen Inhalten aus dem ostasiatischen Raum vorzubereiten. Eigentlich fehlt mir die Zeit, mich mit solch lumpigen Texten herumzuschlagen.

Daher in aller Kürze:

„Auch wenn natürlich nicht jeder Anhänger dieser Szene per se faschistisch ist, so sehen wir Verschwörungstheorien doch als strukturell faschistisch und antisemitisch, weil alle Zentralsteuerungsmythen sich letztlich auf einen großen Plan berufen, der wiederum von den Illuminaten, die nichts anderes sind als eine Kodierung für „Juden“ gesteuert wird.“

Ein wirklich atemberaubendes Amalgam: Verschwörungstheorien (also auch das Anzweifeln der offiziellen 911-Verschwörungstheorie) = faschistisch, weil alle „Zentralsteuerungsmythen“ = Illuminatentheorie = „jüdische Weltverschwörung“.

Alle Gleichheitszeichen hier sind reine Suggestion, pure Unterstellung.

Eine Theorie über eine stattfindende Verschwörung beinhaltet nicht notwendigerweise einen Zentralsteuerungsmythos (wenn 911 das Ergebnis einer zentralgesteuerten Operation verdeckter Apparate war – was meiner Ansicht nach offensichtlich ist – dann heisst das nicht auch gleichzeitig, dass alle politischen und gesellschaftlichen Vorgänge auf der Welt „zentralgesteuert“ von einer „Weltelite“ oder einer „geheimen Weltregierung“ sind).

Es gibt gute Gründe, Zentralsteuerungsmythen gegenüber kritisch zu sein, denn der Kapitalismus ist sicherlich nicht das Ergebnis einer Verschwörung, aber die Macht der (miteinander verhalten konkurrierenden) imperialistischen Apparate (allein die finanzielle Macht der CIA durch den weltweiten Drogenschmuggel) ist sehr real.

Zweifel an der offiziellen 911-Surprise-Theorie haben auch direkt nichts mit „Illuminatenlegenden“ zu tun. Die lächerliche Illuminatenlegende stammt schon aus dem 19. Jahrhundert und wurde damals von der klerikalen Reaktion lanciert, um die bürgerlichen Revolutionen und antimonarchistische Bewegungen zu diskreditieren. Derzeit wird sie von rechtsextremer Seite wieder aufgewärmt und zur Desorientierung der „Truther“ propagiert.

Auch ist diese abstruse Illuminatenlegende nicht notwendigerweise deckungsgleich mit der Jüdischen-Weltverschwörungstheorie (aus den Werken von Henry Ford). Allerdings ist wahr, dass rechtsradikale Kreise speziell in den USA (es gibt dort ein stabiles klassisch arbeiterfeindliches und judenfeindliches Lager auf der Rechten) versuchen, die poluläre Losung „911 was an inside job“ durch die antisemitische Legende „911 was a jude job“ zu verzerren (Hintergrund ist die vermutete Beteiligung des Mossad an 911, was selbst wenn diese Annahme zuträfe, diese Parole in keiner Weise rechtfertigen würde, denn der Mossad ist schließlich nicht gleichbedeutend mit „den Juden“).

Und so weiter.

Der Begriff 911 steht natürlich nirgendwo DIREKT in dem Artikel. Aus meiner Sicht ein Beweis für die wirklich sorgfältige und geschickte Arbeit der – wie soll ich sagen? – „Denkfabriken“ hinter solchen Diffamierungsstrategien. Aber es weiß doch jedes Kind, dass erst mit 911 das Wort „Verschwörungstheorie“ mit seinem abwertenden Beiklang in den allgemeinen Sprachgebrauch gekommen ist.

Für wie dumm werde ich da eigentlich gehalten?

JEDER Leser wird mit „Verschwörungstheorie“ 911 assoziieren, weil die Medien diese Assoziation den Mainstreamlesern seit 2001 einpeitscht. Also letztlich kommt rüber, was suggeriert werden soll: wer 911-Surprise anzweifelt, ist bereits im faschistischen Fahrwasser.

Zum Abschluss zur Verdeutlichung noch ein wahrhaft geniales und überaus deutliches Zitat aus dem bewussten Artikel:

„Alle Verschwörungstheorien haben eines gemeinsam: sie gehen davon aus, dass der Status quo nicht akzeptabel ist.“

So lasst uns denn alle die Einsicht haben, dass die vorhandene Welt eben doch die beste aller denkbaren ist….

„Verschwörungstheorien sind weder ein gesunder Ansatz zur (berechtigten) Kritik an gesellschaftlichen Verhältnissen noch bieten sie wirkliche Lösungen. Vielmehr verfestigen sie Vorurteile, schaffen Agressionen, führen zu Rückzug aus gesellschaftlichen Aktivitäten und Mitgestaltungsmöglichkeiten und sind somit eine Gefahr für die demokratisch Gesellschaft. „

Kommentar noch nötig? Die Linke Zeitung versteht sich sinnvollerweise als pluralistisches linkes Medium. Aber was hat das noch, selbst im weitesten Sinne, mit „links“ zu tun?

Um nicht missverstanden zu werden:

Ich bin keineswegs der Auffassung, dass rein diffamierende Artikel wie dieser unterdrückt gehören. Das ist ohnehin klar.

Aber es macht einen Unterschied, ob auf solche Artikel hingewiesen wird, sie diskutiert werden oder auf sie Bezug genommen wird, oder ob sie Leitartikel sind in einem Medium, in dem ich auch publiziere.

Ich distanziere mich also persönlich in aller Form von diesem Artikel und dem Umstand, dass er Leitartikel in der LZ war. Dies bin ich der Tatsache schuldig, dass ich selbst aus der hier in übelster Weise verleumdeten Truther-Bewegung komme.

Dixi et salvavi animam meam.

Written by bronsteyn

30. November 2009 at 5:57 pm

Veröffentlicht in False-Flag-Aktivitäten

Südkorea: Generalstreik steht bevor!

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Es versteht sich von selbst, dass diese Meldung in keinem deutschsprachigen Medium weder im Internet noch in einer Printausgabe zu lesen ist. Aber sie ist wahr. Im einstigen Musterland des US-Imperialismus steht ein Generalstreik unmittelbar bevor.
In Südkorea gibt es zwei große Gewerkschaftsverbände: den FKTU und den KCTU.

Der FKTU (Federation of Korean Trade Unions) wurde noch unter der Militärdiktatur begründet, im Jahr 1961 und war lange Jahre, bis 1997, der einzig zugelassene Gewerkschaftsverband. Es handelt sich ursprünglich also fast um so etwas wie eine „gelbe Gewerkschaft“ oder einen „Subatowschen Arbeiterverein“. Er stand selbstredend in den Zeiten der Diktatur auch unter Militäraufsicht.
Der KCTU entstammt der illegalen unabhängigen Arbeiterbewegung gegen die Militärdiktatur und wurde erst 1995 legalisiert. Er wird oft als „militanter Konkurrenzverband“ zum FKTU bezeichnet.

Doch das ist alles Geschichte. Die Gegenwart ist so: beide Gewerkschaften haben in Übereinstimmung miteinander für den kommenden Monat Dezember zum Generalstreik in Südkorea aufgerufen.

Seit Sonntag ist die Urabstimmung im ursprünglich regierungsfreundlichen FKTU in vollem Gange. Für diesen Verband sind 850000 Mitglieder zur Abstimmung aufgerufen.

An der Beteiligung des militanten KCTU besteht kein Zweifel, am 25.11.2009 erklärte ein Sprecher des FKTU, dass ab 8. bzw 9.November beide Gewerkschaftsverbände gemeinsam in den Streik gehen.

Lesen Sie weiter in der Linken Zeitung

Written by bronsteyn

30. November 2009 at 2:27 am

Veröffentlicht in Korea