Bronsteyns Agentur für Augenöffnung und kreative Weltveränderung

Volksmedien für Journalismus von unten

Gegen die Ausschreibung der Berliner S-Bahn! Nein zu Schuldzuweisungen an die Beschäftigten der S-Bahn!

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Als nächster Schritt der Privatisierung der deutschen Bahn soll die Berliner S-Bahn (Tochter der DB) ausgeschrieben werden. Vulgo: eine essentielle öffentliche Dienstleistung soll privatwirtschaftlichen Profitinteressen zu Frass vorgeworfen werden. Auf Kosten der Interessen der Fahrgäste und der Beschäftigten.
Dagegen wehren sich Berliner S-Bahn-Fahrer.
Die Berliner S-Bahn darf nicht privatisiert werden.
Die Schuldzuweisungen an die S-Bahn-Fahrer wegen Verspätungen und Zugausfällen aufgrund einer (offensichtlich bewusst) verfehlten Personalpolitik müssen zurückgewiesen werden.
Sie erinnern fatal an eine Kampagne der bürgerlichen Medien in den 80er Jahren in Japan, als die Beschäftigten der Eisenbahn für die Defizite der Japanischen Staatsbahn (JNR) verantwortlich gemacht wurden. Dies bildete damals den medialen Auftakt zur Zerschlagung und Privatisierung der JNR. Die Methode, angeblich „faule“ Beschäftigte für bewusst herbeigeführte finanzielle und technische Defizite verantwortlich zu machen, hat zum Ziel, eine De-Solidarisierung zwischen den Bahn-Beschäftigten und der Öffentlichkeit, speziell den Benutzern herbeizuführen.
Diese Management-„Tricks“ sind also weder neu noch originell.
Sowohl die Öffentlichkeit als auch die Beschäftigten werden die Geschädigten sein, wenn die S-Bahn zum Spekulationsobjekt menschenfeindlicher Profitinteressen wird.
Deshalb ist frühzeitig eine breite Solidarität mit den Berliner S-Bahn-Fahrern notwendig.
Solidarität mit dem Aktionsausschuss „100 % S-Bahn“!
Dokumente hierzu:
S-Bahner Beschwerde vom 17.12.
Paula7_aktuell_Nr.30_Kommunikation_zu_Personalmangel_Tf_in_Öffentlichkeit
Silvester ohne S-Bahn?
Sonderinfo des S-Bahn-Betriebsrates
Flugblatt des Aktionsausschusses „100% S-Bahn“

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Written by bronsteyn

1. Januar 2012 um 11:17 pm

Veröffentlicht in Arbeiterkämpfe, Deutschland

Eine Antwort

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  1. Endlich ein informativer Beitrag, vielen Dank. Muss man sich nochmal in Ruhe durchlesen. Generell finde ich diesen Blog leicht zu verstehen und bequem zu lesen.

    Holger

    16. Januar 2012 at 12:56 am


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