Bronsteyns Agentur für Augenöffnung und kreative Weltveränderung

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Notiz: Fundsache

with 2 comments


Ich verweise gern auf das COINTELPRO-Programm des FBI oder auf die „Marxistisch-Leninistische Partei der Niederlande“, wenn ich darauf aufmerksam machen will, dass die Wühlarbeit kapitalistischer Apparate sich nicht nur auf die Anwerbung von Spitzeln beschränkt (Spitzel: das sind Leute, die gegen Honorar Berichte schreiben), sondern auch immer mal wieder zur aktiven Zerstörungsarbeit übergeht (wovon ein Typus der „Agent Provocateur“ ist).

COINTELPRO:

http://de.wikipedia.org/wiki/COINTELPRO

MPLN:

http://de.wikipedia.org/wiki/MLPN

http://www.spiegel.de/politik/ausland/0,1518,331140,00.html

http://www.jungewelt.de/2004/12-17/020.php17.12.2004

Agent Provocateur:

http://de.wikipedia.org/wiki/Agent_Provocateur

Ich fand aber auch Indizien dafür, dass auch schon in Deutschland eine linke Organisation vom Verfassungsschutz begründet worden war, die MPLD (nicht identisch mit der heute existierenden MLPD).

http://de.wikipedia.org/wiki/Marxistisch-Leninistische_Partei_Deutschlands_(1965–1968)

siehe auch die erzstalinistische Seite „Kommunisten-Online“ dazu:

http://www.kommunisten-online.de/blackchanel/niederlande.htm

Wie mit solchen Dingen umgehen?

Nun, klar ist meines Erachtens, dass wilde Verdächtigungen kontraproduktiv sind. Aber auf der anderen Seite muss auch klar sein, dass zum Arsenal kapitalistischer Geheimapparate auch das gehört: Positionierung von „U-Booten“ (nicht nur passiven Spitzeln), Agent Provokateuren, andere Arten von Agenten (die z.B. unter Wahrung von „Orthodoxie“ nach Führungspositionen streben), sowie zu guter Letzt auch die Gründung „eigener“ linker Organisationen.

Aus den Hintergründen um die PBSuccess-Operation 1954 in Guatemala wurde u.a. auch bekannt, dass die CIA damals auch „kommunistische Organisationen“ in Guatemala ins Leben rief, die die (rein sozialreformistische) Arbenz-Regierung (scheinbar) „von links“ angriffen.

http://de.wikipedia.org/wiki/Operation_PBSUCCESS

Es ist wichtig zu wissen, dass es diese „Methode“ gibt.

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Written by bronsteyn

15. März 2012 um 4:50 pm

2 Antworten

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  1. Wo sehen Sie die Erfordernis für den Staat unter dem heutigen Zustand der sog. linken Bewegung mit Agenten einzugreifen oder ganze Organisationen zu gründen? Auf welche heutige materielle Basis ergründet sich Ihre Haltung? Die sog. linke Bewegung ist so zersplittert und hat – wenn man ehrlich ist – keine kurz- oder mittelfristige Aussicht auf eine Veränderung diesbezüglich. Dies schließt natürlich nicht die Beobachtung der sog. Linken aus, aber Sie nennen ja qualitativ andere staatliche Methoden.

    Und klar, unter den Verhältnissen der 60er und 70er mag das sinnvoll für den Staat gewesen sein. Das bestreite ich keineswegs, aber halte Ihre „Angst“ für übertrieben.

    Grüße!

    dialecticprogress

    24. März 2012 at 7:24 pm

  2. Toller Beitrag. Würde gern mehr Artikel zu der Thematik sehen. Ich freue mich schon auf die naechsten Posts.

    Aiman

    2. April 2012 at 5:24 pm


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