Bronsteyns Agentur für Augenöffnung und kreative Weltveränderung

Volksmedien für Journalismus von unten

Archive for the ‘Arbeiterkämpfe’ Category

Eunuchen – Klassenkämpfer

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Eunuchen hatten im antiken China nicht nur die Aufgabe, die Konkubinen der Kaiser zu bewachen, sondern auch, dem erlauchten Kaiser beizubringen, wie mit ihnen umzugehen war. Von daher der geflügelte Spruch: Eunuchen wissen ganz genau, „wie es geht“, aber sie sind leider leider völlig unfähig, es selbst zu tun.
Aus diesem geflügelten Spruch hatte ich unlängst den Begriff „Eunuchen-Trotzkisten“ geschaffen.
Die Analogie: Viele Trotzkisten (oder „Trotzkisten“) wissen ganz genau, „wie es geht“, sind aber leider leider völlig unfähig, es auch zu tun.
Dies beziehe ich auf eine verbreitete Unart speziell im europäischen Nachkriegstrotzkismus, nämlich die eigene Praxis auf die Propagierung von Losungen, konkret sogenannten Übergangsforderungen, zu reduzieren.
Von dieser Sorte gibt es eine ganze Menge Schattierungen und Strömungen.
Was dabei gern vergessen wird: Losungen sind nicht abstrakt, im Ozean der Abstraktionen, „richtig“ oder „falsch“, sondern nur und ausschließlich im Zusammenhang mit einer konkreten Bewegung.
Eine Losung ist immer nur so viel wert, wie sie Menschen „in Bewegung setzt“, zu einer Aktion vereint.

Doch das Eunuchentum ist keineswegs auf Trotzkisten beschränkt, die deutsche Linke ist reichlich gesegnet mit Leuten, die „genau wissen“, wie es richtig geht und wie das „richtige Bewusstsein“ auszusehen hat.
Ein Beispiel ist dieser Kommentar, der es deswegen verdient, gewürdigt so werden, weil er so verdammt symptomatisch ist:
http://www.nao-prozess.de/blog/solidaritaet-mit-dem-streik-bei-edeka-nordbayern/#comment-94648
Ich hatte mich bisher eines Kommentares zum Kommentar dieses Gerion enthalten, und zwar aus folgendem Grund: Die Kolleg/inn/en von Edeka aus Nordbayern hatten natürlich sämtliche Links verfolgt, die auf ihren Arbeitskampf hinwiesen. Auf meinem eigenen Block stiegen die Zugriffszahlen kurzfristig dramatisch an, und zwar genau auf diesen Artikel. Und dass die Kolleg/inn/en im NAO-Blog mitgelesen haben, brauche ich wohl nicht zu beweisen.
http://www.nao-prozess.de/blog/solidaritaet-mit-dem-streik-bei-edeka-nordbayern/#comment-94665
Noch Fragen?
Gratulation, NAO-Prozess, wenn das das „hohe theoretische Niveau“ deines Fussvolkes ist!
Was soll man darauf antworten?
Etwa auf einem „hohen theoretischen Niveau“ die Bedeutung von Praxis erklären?
Mir fehlen wirklich die Worte.
Aber wer unbedingt ein Zitat braucht, um das zu begreifen, bitte, hier ist eins:

“Die Taktik der Einheitsfront ist das Angebot des gemeinsamen Kampfes der Kommunisten mit allen Arbeitern, die anderen Parteien oder Gruppen angehören, und mit allen parteilosen Arbeitern zwecks Verteidigung der elementarsten Lebensinteressen der Arbeiterklasse gegen die Bourgeoisie. Jeder Kampf um die kleinste Tagesforderung bildet eine Quelle revolutionärer Schulung, denn die Erfahrungen des Kampfes werden die Werktätigen von der Unvermeidlichkeit der Revolution und der Bedeutung des Kommunismus überzeugen.
Eine besonders wichtige Aufgabe bei der Durchführung der Einheitsfront ist die Erreichung nicht nur agitatorischer, sondern auch organisatorischer Resultate. Keine einzige Gelegenheit darf verpaßt werden, um in der Arbeitermasse selbst organisatorische Stützpunkte (Betriebsräte, Kontrollkommissionen aus Arbeitern aller Parteien und Parteilosen, Aktionskomitees usw. zu schaffen.
Das Wichtigste in der Taktik der Einheitsfront ist und bleibt die agitatorische und organisatorische Zusammenfassung der Arbeitermassen. Der wirkliche Erfolg der Einheitsfronttaktik erwächst von „unten“, aus den Tiefen der Arbeitermasse selbst.”

Das ist aus den Leitsätzen der Kommunistischen Internationale zur Einheitsfront der Arbeiter.

Solche Überlegungen sind vielen in diesem NAO-Prozeß völlig fremd, man hat sich ja auch teilweise vom „Leninismus“ (was immer darunter verstanden wird) verabschiedet.
Stattdessen wird viel von „Bewusstsein“ geredet, das man in der deutschen Arbeiterklasse „schaffen“ will. Tatsächlich wird auf die profane Realität der wirklichen deutschen Arbeiterklasse verächtlich herabgeschaut, stattdessen sollen „Generalstreiks“ in Griechenland oder Spanien die Erlösung bringen.

(Wie realistisch solche „Generalstreiks“ derzeit noch sind, lasse ich mal unerörtert. Dort leben auch mehrheitlich Menschen wie du und ich, die so „unbewusst“ und „gewöhnlich“ sind wie die Kolleg/inn/en von Edeka in Nordbayern)

Solche Details wie dieser Kommentar von diesem Gerion beleuchten viel greller und deutlicher die tatsächliche gegenwärtige Realität des NAO – Prozesses, nämlich der völlig praxisferne Zustand des Bewusstseins vieler Akteure.
Leider ist es so.

Das Eunuchentum ist also nicht nur vielen Trotzkisten zu eigen.
Darüber hinaus gibt es offensichtlich auch die Kategorie „Eunuchen – Klassenkämpfer“ oder „Eunuchen – Revolutionär“, der genau weiß, dass der bürgerliche Staat „zerschlagen“ werden muss.
Das ist auch in einer „breiten NAO“ nicht viel anders, nur eben „breiter“.

Für verständigere Leserinnen und Leser füge ich noch etwas hinzu, da ich nicht nur stänkern will.
Ohne eine vertrauensbildende Praxis des „gemeinsam kämpfens“ mit den „profanen“ und „gewöhnlichen“ Arbeiterinnen und Arbeitern wird es weder eine NAO, noch eine Revolution, noch eine Räterepublik, noch irgend etwas sonst geben (außer der fortdauernden kapitalistischen Realität).

Wer unter den „revolutionären Linken“ aber hat auf seinem hohen theoretischen Ross schon die praktische Reife dafür? Das ist keine Frage der numerischen Stärke, denn selbst mit kleinen Dingen läßt sich viel bewirken.

Written by bronsteyn

5. Juni 2013 at 1:38 am

Solidarität mit dem Streik bei Edeka Nordbayern!

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Liebe Leserinnen und Leser,

es ist keine Nebensache, wenn Sektoren der deutschen Arbeiter/inne/enklasse streiken. Es gibt nämlich mehr Streiks als von den Medien eingelullte Köpfe so glauben.
Aktuell findet bei Edeka in Nordbayern ein harter Arbeitskampf statt, über den die konzerngesteuerten Medien fast nichts berichten.
http://danketsu.twoday.net/stories/arbeitskampf-bei-edeka-in-nordbayern/
http://danketsu.twoday.net/stories/neuigkeiten-vom-streik-bei-edeka-in-nordbayern/
http://danketsu.twoday.net/stories/kurzmeldungen-vom-streik-bei-edeka-nordbayern/

Damit die Arbeiter/innen/klasse versteht und erfährt, dass sie EINE Klasse mit gemeinsamen Interessen ist, muss sie auch „von sich selbst“ und den sektoriellen Kämpfen ihrer verschiedenen Bestandtteile erfahren.
Das aber ist – wie vieles andere auch – im wesentlichen eine praktische Frage (Thesen über Feuerbach).
Also: es macht Sinn, die bloße Existenz dieses Streiks bekannt zu machen. Gibt es nicht auch in Deiner Stadt Edeka? Wissen die Beschäftigten dort, dass ihre Kollegen in Nordbayern streiken?
Mut ist ebenso ansteckend wie Angst.

Was nicht falsch sein kann: den Streik in eigenen Blogs bekannt zu machen, zu verlinken und vielleicht den Kollegen bei Edeka Nordbayern Mut zusprechen. In deren Blog kann man nämlich auch kommentieren.
http://edeka-nst-verdi.blogspot.de/
Oder in facebook oder so (das machen die streikenden Kolleg/inn/en nämlich auch).

Ein Schritt wirklicher Bewegung ist wichtiger als ein Dutzend Programme.

Danketsu Blog
Internationale Kurznachrichten zu Arbeits- und Arbeiterkämpfen. Inspiriert von der japanischen Eisenbahnergewerkschaft Doro-Chiba
http://danketsu.twoday.net/

Ach übrigens: Beim Danketsu-Blog kann man auch mitmachen. Einfach durch Beisteuern von Kurznachrichten und Links.
danketsu[at]gmx.de

Written by bronsteyn

24. Mai 2013 at 7:56 pm

Veröffentlicht in Arbeiterkämpfe, Deutschland

Aufruf zu einer Erklärung der Solidarität mit den Berliner S-Bahner/inn/en

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Der Aktionsausschuss 100% S-Bahn, ein Basis-Zusammenschluss von S-Bahner/inn/en, bittet um Unterstützung und Solidarität.
Die beigefügte Unterschriftenliste kann ausgedruckt und verteilt werden.
Wir rufen auf zur breiten Unterstützung der Kolleg/inn/en der Berliner S-Bahn.
Aktionsausschuss 100% S-Bahn
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vom Aktionsausschuss 100% S-Bahn
http://aktionsausschuss.blogspot.de/
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Liebe MitstreiterInnen und KollegInnen!

Da die Wut und der Zorn von uns S-BahnerInnen nicht verstummt, nachdem uns der Betriebsrat und die Gewerkschaften bei der Berliner S-Bahn das von uns mit fast 1000 Unterschriften eingeforderte Recht an einer Betriebsversammlung aller S-BahnerInnen während Ihrer Arbeitszeit noch immer verweigert, rufen wir mit einer „Erklärung der Solidarität“ (siehe unten) nun alle GewerkschafterInnen, KollegInnen und UnterstützerInnen auf, uns S-BahnerInnen und unseren Protest gegen die Ausschreibung, Zerschlagung und Privatisierung der Berliner S-Bahn mit ihrem Namen zu unterstützen. Dabei spielt es keine Rolle ob und welcher Gewerkschaft, welchem Betrieb oder welcher Organisation (jedoch keine Nazis) Ihr angehört.

So wollen wir S-BahnerInnen damit nicht nur die Umsetzung unseres Rechtes als Beschäftigte bei unserem Betriebsrat und unseren Gewerkschaften einfordern, sondern gleichzeitig gemeinsam mit jedem von Euch den Widerstand gegen die allein politisch gewollte Ausschreibung, Zerschlagung und Privatisierung der Interessen unserer Fahrgäste und von uns Beschäftigten der Berliner S-Bahn erhöhen!

Vielen Dank für Eure Unterstützung!
Euer Aktionsausschuss 100% S-Bahn

P.S.: Leitet unsere „Erklärung der Solidarität“ an weitere KollegInnen von Euch weiter.
Scannt bitte ausgefüllte Listen ein und schickt sie uns an Aktionsausschuss@googlemail.com zurück.

Erklärung_der_Solidarität als PDF

Written by bronsteyn

1. November 2012 at 8:19 am

Veröffentlicht in Arbeiterkämpfe, Deutschland

Einladung zum Sommerfest

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per Mail erhalten
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Hallo Leute!

Hier an Euch die Einladung zum übergreifenden Sommerfest der Eisenbahner/innen aller Betriebe und Bereiche. Ob ODEG, S-Bahn oder DB-Regio, jede Kollegin und jeder Kollege ist, incl. Kind und Kegel, willkommen. Aber auch unsere Kollegen/innen bei der CfM, bei Daimler oder der BVG! Ebenso Eure Freunde und Unterstützer/innen!

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Sommerfest der Eisenbahner/innen

Am 18.08.2012 ab 15 Uhr im BLO-Atelier [ehem. Bw Lichtenberg]
(150m nördlich vom S-Bhf Nöldnerplatz)

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Deine Einladung gegen bittere Schichten und trockene Stullen im Rucksack, findest Du im Anhang. Auch zur Weiterleitung an weitere Kolleginnen und Kollegen (A4) und/oder zum Ausdrucken und Verteilen (A5) geeignet.

WILLKOMMEN ZUM SOMMERFEST der Volksmusik DES WIDERSTANDES GEGEN AUSSCHREIBUNG UND ZERSCHLAGUNG DER BERLINER S-BAHN!

Einen faden Beigeschmack, den gibt es bei der Politik und beim Arbeitgeber!


Aktionsausschuss.blogspot.com
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Einladungen zum Ausdrucken
DIN A4
SOMMERFEST – RETTUNG NAHT A4
DIN A5
SOMMERFEST – RETTUNG NAHT A5

Written by bronsteyn

10. August 2012 at 1:18 am

Veröffentlicht in Arbeiterkämpfe, Deutschland

Über 900 S-Bahner/innen für eine erste Gesamtbetriebsversammlung

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Pressemitteilung
Pressemitteilung Über_25%_der_S-Bahner/innen_für_eine_Gesamtbetriebsversammlung
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Liebe Kolleginnen und Kollegen,
verehrte Abgeordnetinnen und Abgeordneten,
verehrte Pressevertreterinnen und Pressevertreter,
über 900 Mitarbeiter/innen der S-Bahn Berlin GmbH, d.h. mehr als 25% der
Wahlberechtigten, sprechen sich, gemäß §44 Betriebsverfassungsgesetz, für die
sofortige Herbeiführung einer Betriebsversammlung während ihrer Arbeitszeit aus!
Alle Beschäftigten der Berliner S-Bahn sollen daran teilnehmen können und somit die Möglichkeit erhalten, über die Auswirkungen der drohenden Ausschreibung und in deren Folge über die Zerschlagung der  Berliner S-Bahn nicht nur informiert zu werden, sondern auch aktiv über unseren Widerstand gegen diese Politik der Bundesregierung, des Berliner Senats und des DB Konzerns zu diskutieren und
Kampfmaßnahmen dagegen zu organisieren!
Der Ausverkauf unsere Arbeitsplätze soll damit verhindert werden, wenn nötig auch durch einen gewerkschaftlich organisierten Streik! Um für 100% S-Bahn und somit auch für das Funktionieren eines öffentlichen Nahverkehrs für uns und unsere Fahrgäste zu kämpfen!

Thema der Betriebsversammlung:
Auswirkungen einer Ausschreibung und Zerschlagung der S-Bahn für uns Beschäftigte und unseren Familien!

Mit den Unterschriften und deren Übergabe an den Betriebsrat der S-Bahn Berlin GmbH, setzen
sich die S-Bahner/innen für die Umsetzung folgender Forderungen ein:
• Für 100% S-Bahn und den Einsatz von allen gewerkschaftlichen Mitteln der EVG und der GDL
gegen eine Ausschreibung unserer Arbeitsplätze!
• Für 100% S-Bahn mit allen Infrastruktur-, Service-, Wartungs-, Vertriebs- und
Instandhaltungsbereichen, sowie dem Fahrbetrieb als Teil der S-Bahn Berlin GmbH!
• Für 100% S-Bahn und die volle Wiederherstellung der Berliner S-Bahn durch das Sofortprogramm
von S-Bahn Betriebsrat, Gewerkschaften und Aktionsausschuss!

Den S-Bahner/innen und Mitwirkenden im „Aktionsausschuss 100% S-Bahn“ ist bewusst, dass am
Tage der Betriebsversammlung Folgen für den S-Bahnverkehr in Berlin / Brandenburg entstehen.
Die S-Bahn Berlin GmbH, aber auch der „Aktionsausschuss 100% S-Bahn“, wird die Öffentlichkeit
und Fahrgäste der S-Bahn über die zu erwartenden Einschränkungen informieren.

Der Betriebsrat und die Gewerkschaften werden mit den über 900 Unterschriften der Belegschaft
verpflichtet, diese Betriebsversammlung vorzubereiten und ihre Durchführung zu garantieren.
Erläuterungen


Am 13.11.2011 ist aus der Betriebsversammlung bei der S-Bahn Berlin GmbH die Gründung eines Aktionsausschusses der Belegschaft hervorgegangen. Mit dem Votum der S-Bahn
Beschäftigten hat der „Aktionsausschuss 100% S-Bahn“ am 15.11.2011 erstmals getagt. An
ihm nehmen Mitglieder beider Gewerkschaften (EVG und GDL), sowie nicht organisierte
Beschäftigte der Berliner S-Bahn teil. Es handelt sich um Kollegen/innen aus
verschiedenen Bereichen der Berliner S-Bahn.
Der Aktionsausschuss der Belegschaft hat seine Arbeit mit der Zielsetzung aufgenommen, gemeinsam mit allen Beschäftigten der Berliner S-Bahn, die Ausschreibung und Zerschlagung der  Berliner S-Bahn mit allen uns zur Verfügung stehenden Mitteln zu verhindern, da:
• unsere Arbeitsplätze als Beschäftigte der S-Bahn Berlin GmbH bedroht sind,
• unsere Tarifverträge durch eine Ausschreibung in Frage gestellt werden und
• für die Bürger/innen in Berlin und Brandenburg ein einst funktionierendes und hoch
modernes Nahverkehrssystem zerschlagen werden soll.
Der Betriebsrat und die Gewerkschaften bei der Berliner S-Bahn wurden in den Aktivitäten des
Aktionsausschusses ständig eingebunden, um als Belegschaft unmittelbar, geschlossen und sichtbar
auf jede politische und unternehmerische Entscheidungen zur Zukunft der S-Bahn und die
Zukunft der S-Bahner/innen zu reagieren.
Der „Aktionsausschuss 100% S-Bahn“ der S-Bahn Beschäftigten fordert die Umsetzung
des Sofortprogramms für die volle Wiederherstellung der Berliner S-Bahn:
• Festeinstellung von weiteren 100 Kollegen in den Werken, 100 Lokführer, 500
Betriebseisenbahner (Fahrdienstleiter, Bahnsteigaufsichten, Rangierer …) und 500
Servicemitarbeitern
• ausgegliederte Teile der S-Bahn müssen in die S-Bahn zurückgeführt werden
• erträgliche Arbeitsbedingungen für alle Mitarbeiterder S-Bahn
• Wiedereinführung der vorausschauende Instandhaltung
• Wiederherstellung und Einsatz aller Fahrzeuge der BR 485.
• Wiederbesetzung aller Bahnhöfe mit Aufsichten der S-Bahn Berlin GmbH.
• Änderung der Abhängigkeiten der S-Bahn von anderen DB-Töchtern, insbesondere von der
DB Netz (Stichworte: Signal- und Weichenstörungen)
Die Ausschreibung der Berliner S-Bahn bedeutet die Zerschlagung eines seit seiner
 Gründung funktionierenden Nahverkehrssystems aus einer Hand. Die politisch gewollte Ausschreibung bedeutet für uns Beschäftigte der S-Bahn GmbH die Ausschreibung unserer Arbeitsplätze. Verbundenen damit die weitere Absenkung unserer Lebens- und Arbeitsbedingungen.
• Gegen die Beschlüsse der Belegschaft,
• Gegen die Beschlüsse der DGB-Gewerkschaften Berlins,
• Gegen die Beschlüsse der sozialdemokratischen Partei, hat der Senat seine
Teilausschreibung der Berliner S-Bahn beschlossen!
Das können und werden wir als Beschäftigte und Gewerkschafter/innen der
Berliner S-Bahn nicht hinnehmen!

Für weitere Informationen und Nachfragen,
steht der „Aktionsausschuss 100% S-Bahn“
allen Interessenten gerne zur Verfügung.
[ Jeden Mittwoch von 14 bis 16 Uhr ]
findet eine Mahnwache auf dem S-Bahnhof Ostkreuz – Bahnsteig D – Gegen die Ausschreibung
und Zerschlagung der Berliner S-Bahn, Für den Erhalt unserer Arbeitsplätze – statt.
[ Jeden Mittwoch von 16 bis 18 Uhr ]
trifft sich der für alle Kolleginnen und Kollegen offene „Aktionsausschuss 100% S-Bahn“ im
Obergeschoss des DB Casino „Mediterrano“ Berlin Ostbahnhof.
Informationen:
Aktionsausschuss.blogspot.com
Kontakt E-Mail:
Aktionsausschuss@googlemail.com
Kontakttelefon:
Peter Polke – 0173 6061805
Uwe Krug – 0179 9204293
Aktionsausschuss 100% S-Bahn Berlin, den 10.Juli 2012

Written by bronsteyn

10. Juli 2012 at 1:36 pm

Veröffentlicht in Arbeiterkämpfe, Deutschland

Pressemitteilung des Aktionsausschuss 100% S-Bahn

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<strong>Der „Aktionsausschuss 100% S-Bahn“, bestehend aus S-Bahnerinnen und S-Bahner, musste nach dem Beschluss des Berliner Senats zur Ausschreibung der Berliner S-Bahn feststellen:
</strong>
„Gegen die Beschlüsse der Belegschaft,
Gegen die Beschlüsse der DGB-Gewerkschaften Berlins,
Gegen die Beschlüsse der sozialdemokratischen Partei,
hat der Senat seine Teilausschreibung der Berliner S-Bahn beschlossen.“

Wir S-Bahnerinnen und S-Bahner reagieren darauf mit Wut und Empörung Verkehrssenator Michael Müller stand auf der letzten Betriebsversammlung (1.Teilversammlung) der S-Bahn Berlin GmbH allein da. Es fand sich unter den Beschäftigten, den Gewerkschaften und dem Betriebsrat niemand, der sich seinen Plänen zur Teilausschreibung anschloss.

<strong>Im Gegenteil: wir wollen eine betriebssichere S-Bahn für alle Berliner/innen, für alle Brandenburger/innen und ihren Gästen. 100% S-Bahn, sichere Arbeitsplätze, menschenwürdige Arbeitsbedingungen und Erhalt unserer Löhne und Gehälter, das ist unser Ziel!</strong>

Für das Chaos bei der S-Bahn ist die Bundesregierung mit ihrem Beschluss von 1994 verantwortlich, der die Liberalisierung im deutschen Eisenbahnverkehrswesen einleitete. Infolge ist das die Auslieferung von Eigentum des Steuerzahlers an Profitinteressen. Dafür sind wir Mitsarbeiter/innen der Berliner S-Bahn nicht verantwortlich.

<strong>Die S-Bahner ziehen ihre Konsequenz daraus:
Kolleginnen und Kollegen der Berliner S-Bahn haben spontan eine Unterschriftensammlung gestartet. Für die unmittelbare Herbeiführung einer Gesamtbetriebsversammlung, an der alle Beschäftigten bei der S Bahn Berlin GmbH während ihrer Arbeitszeit teilnehmen, da der Senat von Berlin nun eine Ausschreibung der Berliner S-Bahn beschlossen hat und damit auch die Zerschlagung unsere Arbeitsplätze.

Thema der Gesamtbetriebsversammlung: Auswirkungen einer Ausschreibung und Zerschlagung der S-Bahn für uns Beschäftigte und unseren Familien!</strong>

Für 100% S-Bahn und den Einsatz von allen gewerkschaftlichen Mittel der EVG und GDL gegen eine Ausschreibung unserer Arbeitsplätze und die der Berliner S-Bahn!

Für 100% S-Bahn mit allen Infrastruktur-, Service-, Wartungs-, Vertriebs- und Instandhaltungsbereichen, sowie dem Fahrbetrieb als Teil der S-Bahn Berlin GmbH!

Für 100% S-Bahn und die volle Wiederherstellung der Berliner S-Bahn durch das Sofortprogramm von S-Bahn Betriebsrat, Gewerkschaften und Aktionsausschuss!

Info: Aktionsausschuss.blogspot.com
Mail: Aktionsausschuss@googlemail.com
————————————————————————
übernommen von:
http://aktionsausschuss.blogspot.de/2012/06/pressemitteilung-des.html

Written by bronsteyn

21. Juni 2012 at 12:24 pm

Veröffentlicht in Arbeiterkämpfe, Deutschland

MobilisierungsVideo zum Tag-X – keine Privatisierung und Zerschlagung der Berliner S-Bahn

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von Nemetico

Written by bronsteyn

19. Juni 2012 at 1:24 pm

Veröffentlicht in Arbeiterkämpfe, Deutschland

Alarm! Der Berliner Senat will heute, am Dienstag den 19.Juni die Teil-Ausschreibung der Berliner S-Bahn beschliessen!

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Grundlage dieser Information ist dieser Artikel:

http://www.berliner-zeitung.de/berlin/beschluss-senat-befindet-ueber-s-bahn,10809148,16415262.html

 

Teil-Ausschreibung der Berliner S-Bahn bedeutet die Privatisierung und Zerschlagung der S-Bahn!

Das bedeutet eine Gefährdung der Arbeitsplätze bei der S-Bahn und eine Gefährdung der Qualität des Öffentlichen Personennaheverkehrs!

Damit ist heute, Dienstag, der 19. Juni, der „Tag X“.

Im April 2012 zirkulierte folgender Aufruf zum „Tag X“:

Aufruf zum Tag X

Liebe Kolleginnen und Kollegen, liebe Freundinnen und Freunde,

Beim letzten Forum Betrieb, Gewerkschaft und soziale Bewegung kamen die Themen zur aktuellen Krise in Griechenland, Europa und in verschiedenen Betrieben zur Sprache. Was ein Kollege sehr treffend damit beschrieb, dass es an allen Ecken und Enden brennt und wir bisher nicht in der Lage waren, diese Brände miteinander zu unserem Vorteil zu verbinden, um daraus einen Flächenbrand der Empörung und des Widerstandes aller BürgerInnen, Beschäftigen, Beschäftigungslosen und GewerkschafterInnen zu machen.

Charakteristisch dafür nannte der Kollege die geplante Ausschreibung der Berliner S-Bahn, die in ihrer Eigenschaft des Systems der Privatisierung und Ausplünderung unserer Rechte und Interessen angesehen werden kann.

Verschiedene Gruppen, Parteien und Einzelpersonen engagieren sich bereits im S-Bahn Tisch für ein Gesetz gegen die Privatisierung und Zerschlagung der öffentlichen Daseinsvorsorge S-Bahn. Gleichzeitig sehen die Beschäftigten der Berliner S-Bahn zum Schutz ihrer Arbeitsplätze die Notwendigkeit, einen von den Zwängen der Gesetze des Volksbegehrens unabhängigen Schritt weiter zu gehen und gründeten den Aktionsausschuss 100% S-Bahn.

Es ist exemplarisch dafür, wie viele andere Bewegungen und Initativen in Berlin ebenso gegen die Privatisierung des öffentlichen Eigentums, gegen das Privateigentum als solches, gegen die Schuldenlast der BürgerInnen durch die Banken und Konzerne, gegen die Beschneidung von Rechten und Interessen, gegen das System der Unterdrückung, gegen Dumpinglöhne und Leiharbeit, gegen Arbeitslosigkeit und gegen viele andere Punkte kämpfen.

Was könnte da verbindender sein, als die bereits in ganz besonderer Art und Weise in der Öffentlichkeit sehr stark beobachteten und diskutierten Entwicklungen bei der Berliner S-Bahn, die bei fast jedem BewohnerInnen in Berlin und sogar darüber hinaus Betroffenheit erzeugt. Viele Themen auch anderer Bewegungen und Initativen in Berlin finden sich inhaltlich in dem Konflikt wieder, den die Berliner S-Bahn und S-BahnerInnen austragen.

Warum also nicht eine übergreifende und gemeinsame Aktion aller System kritischen, antikapitalistischen und gesellschaftlichen Bewegungen und Initativen in Berlin starten, in der und bei denen sich alle wiederfinden, sei es als S-BahnerInnen, als NutzerInnen der S-Bahn, die auch von Prekarität betroffene Beschäftigte in ihren Unternehmen sind, die MieterInnen sind, Beschäftigungslose, Senioren oder nur Menschen dieser Stadt, die vom selben System der Privatisierung und der Ausbeutung im Kapitalismus betroffen sind.

Jede Bewegung und jede Initative könnte dies selbsttätig, aber dennoch alle gemeinsam und übergreifend, an dem TAG-X tun, an dem der Senat von Berlin die Ausschreibung der Berliner S-Bahn bekannt geben will. Nicht nur als ein Symbol für alle Menschen die vom System der Privatisierung ihrer Rechte und Interessen betroffen sind. Die Berliner S-Bahn steht damit beispielhaft für alle Privatisierungen und Ausplünderungen in die Hände der Banken, Investmentfonds und Konzerne. Das Ergebnis sollten ab dem Tag-X öffentlich sichtbare Protestaktionen gegen die Privatisierung der Daseinsvorsorge als öffentliches Gut aller BürgerInnen sein. Auch gegen den politischen Ausverkauf all unserer Recht und Interessen.

Diskutiert diese Idee in euren Reihen, mit euren Kolleginnen und Kollegen am Arbeitsplatz, mit euren Genossinnen und Genossen, mit euren Mitstreiterinnen und Mitstreitern. Wir sehen in dieser Aktion eine Chance zu gemeinsamem Handeln, die ja so oft schwer fällt, ob als Politaktivist, Betriebsaktivist oder Autonomer Aktivist.

Wir alle sind Teil der weltweiten Bevölkerungsmehrheit, die den Kapitalismus tagtäglich am Leben erhält ohne von ihm zu profitieren. Machen wir eine Schritt voran dies bewusst und sichtbar zu machen.

TAG-X-BAHN

Widerstand dem System!

Übergreifend aktiv für eine, unsere gemeinsame Sache!

Der Aktionsausschuss 100% S-Bahn schreibt auf seiner Webseite aktionsausschuss.blogspot.de:

Wir S-Bahnerinnen und S-Bahner haben in einem deutlichen Votum dafür gestimmt, dass wir mit dem “Aktionsausschuss 100% S-Bahn“ unseren Protest gegen die Ausschreibung und Privatisierung der S-Bahn organisieren. Wir wollen damit die Wiederherstellung erreichen und nicht die Zerschlagung durch die Deutsche Bahn AG und weiteren privaten Bahnunternehmen. Die politisch gewollte Privatisierung der Bahn durch Zerschlagung und Ausschreibung, ist der Grund für Chaos und Krise, nicht der Wille von uns Beschäftigten, die S-Bahn am Rollen zu halten.

Aufruf:

–         Verbreitet diesen Aufruf über alle nur denkbaren Kanäle weiter, so dass der heutige Beschluss des Berliner Senats nicht unter „Ferner liefen“ durchgehen kann!

–         Ruft zur Solidarität mit dem Aktionsausschuss 100% S-Bahn der Berliner S-Bahn-Fahrer auf!

–         Bildet Unterstützungsgruppen und –komitees für die S-Bahner! Wenn ihr in Verbänden, Parteien, Organisationen und Gruppen Mitglied seid, fordert zur Unterstützung des Aktionsausschusses 100 % S-Bahn auf!

–         Legt, wenn ihr euch etwas davon versprecht, energischen Protest beim Berliner Senat ein!

–         Bietet, sofern Ihr es könnt, dem Aktionsausschuss 100% S-Bahn konkrete und praktische Hilfe an, welche immer ihr leisten könnt!

–         Teilt dem Aktionsausschuss 100% S-Bahn unter der Mailadresse aktionsausschuss[at]googlemail.com knapp dieses Hilfsangebot mit!

Es gilt, die Losung und Praxis der japanischen Eisenbahnergewerkschaft Doro-Chiba aufzugreifen, die den gleichen Kampf schon seit Jahrzehnten gegen die Privatisierung und Verschleuderung öffentlicher Nahverkehrsmittel an private Profitinteressen kämpfen:

Danketsu! Ganbaro!

Halten wir fest zusammen! Kämpfen wir zusammen!

Solidarität S-Bahn-Fahrer und Fahrgäste!

Solidarität aller arbeitenden und arbeitslosen Lohnabhängigen mit den S-Bahn Fahrern!

Nähere Informationen:

http://aktionsausschuss.blogspot.de/

http://www.netzwerkit.de/Members/ManfredK/berliner-s-bahn/sbahnblog

Written by bronsteyn

19. Juni 2012 at 12:01 am

Veröffentlicht in Arbeiterkämpfe, Deutschland

Solidarität mit den Berliner S-Bahnern!

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Am Samstag, den 9. Juni 2012, führt der Aktionsausschuss 100 % S-Bahn  eine Protestkundgebung der Berliner S-Bahner vor dem Berliner SPD-Landesparteitag durch.

Ort: Estrel-Hotel am S-Bahnhof  Sonnenallee

Zeit: 9.12.2012 um 8 Uhr

Bei der Protestkundgebung geht es neben der öffentlichen Darstellung unserer Interessen als Beschäftigte der Berliner S-Bahn auch um die dementsprechende Einflussnahme auf die Delegierten des Berliner SPD Parteitages. Neben der bereits laufenden Unterschriftensammlung bei der Berliner S-Bahn für eine Gesamtbetriebsversammlung während der Arbeitzeit – falls der Berliner Senat eine Ausschreibung der S-Bahn beschliessen sollte – geht es am 09.06. auch darum, allen S-Bahnerinnen und S-Bahnern eine weitere Möglichkeit zu geben, mit der wir gemeinsam und alle Bereiche übergreifend aktiv gegen die Ausschreibung der Berliner S-Bahn und die damit einhergehende Ausschreibung unserer Arbeitsplätze ankämpfen können. Wir rufen dazu auch unsere Kolleginnen und Kollegen aus anderen Betrieben auf, die bereits von der Privatisierung, Zerschlagung und Prekarisierung betroffen bzw. davon bedroht sind.

http://aktionsausschuss.blogspot.de/

Solidaritätsadresse der japanischen Lokführergewerkschaft Doro-Chiba an den Aktionsausschuss 100 % S- Bahn zur Kundgbung am 9.Juni in Berlin:

 An unsere Kolleginnen und Kollegen in Berlin! An die Protestkundgebung der S-Bahner am 9. Juni vor dem Parteitag der Berliner SPD! Wir, „Internationales Arbeitersolidaritätskomitee von Doro-Chiba“, senden Euch über die Grenzen der Länder und der Kontinente hinweg unsere herzlichen und solidarischen Grüsse. Die Weltwirtschaftskrise verschärft sich und spitzt sich zu. Weltweit gibt es mehr als 200 Millionen Arbeitslose, Tendenz steigend. Unter dieser Situation sehen wir uns alle, überall immer mehr den Angriffen der Unternehmen ausgesetzt, deren Politik ausschlieslich auf Gewinnmaximierung ausgerichtet ist. Das ist der Neoliberalismus und der ist äußerst unmenschlich. Arbeiter auf der ganzen Welt haben den Ernst der Lage begriffen, und setzen sich entschlossen gegen diesen tobenden Neoliberalismus zur Wehr. Sie verleihen ihrer Wut Ausdruck durch die Occupy-Bewegung, Aufstände, und die Revolutionen in Tunesien und Ägypten. Auch in Europa, besonders in Griechenland, fanden mehrere Generalstreiks statt. In Japan wurde mit der Aufteilung und Privatisierung der Japanischen Staatsbahn (JSB) von 1987 eine gesamtwirtschaftliche neoliberale Offensive eingleitet. Als Ergebnis dieser Offensive wurden 39% aller japanischen Arbeiter (20 Millionen Menschen) in Zeitarbeit und teilweise bis an die Armutsgrenze gedrängt, die Zahl der Sozialhilfeempfänger übersteigt 2 Millionen. Seit mehr als 10 Jahren begehen jedes Jahr mehr als 30,000 Menschen Selbstmord. Gerade deshalb vergessen wir nie die Aufteilung und Privatisierung der JSB und kämpfen immer noch und seit Jahrzehnten dagegen. Im März letzten Jahres ereignete sich ein schlimmster Supergau in Japan. Seither wird eine neue japanische Anti-AKW-Massenbewegung aufgebaut, die auf breiter gesellschaftlicher Basis den Kampf mit der Atomindustrie aufnimmt. Wir sind sicher ,dass dies ein wichtiges Moment für Wiederbelebung klassenorientierter Arbeiterbewegung wird. Das komplette Outsoucing von Bahndiesten wird durch die Bahnbetreibergesellschaft schon in diesem Herbst geplant. Wir werden es aber verhindern und bis zu unserem endgültigen Sieg weiter kämpfen! Der Kampf vom „Aktionsausschuss 100% S-Bahn“ nimmt ein sehr wichtiges Kettenglied der weltweiten Arbeiterkämpfe ein. Wir unterstützen uneingeschränkt eure Forderungen! Besonders eure Losung „Widerstand dem System der Privatisierung- Zerschlagung- Prekarisierung-Leiharbeit-Ausbeutung!“ ist zieltreffend und beeindruckt uns sehr! Stopp von Privatisierung und Outsourcing! Abschaffung prekärer Arbeit! Stilllegung aller AKWs! Wiederbelebung kämpfender Gewerkschaften! Schaffung eines weltweiten Netzwerks kämpfender Gewerkschaften und Arbeitergruppen gegen den Neoliberalismus! Lasst uns die mächtige internationale Solidarität über Kontinente hinweg aufbauen! 6. Juni 2012 Hiroyuki YAMAMOTO, Geschäftsführer des Internationalen Arbeitersolidaritätskomitees von Doro-Chiba

http://danketsu.twoday.net/stories/solidaritaetserklaerung-aus-japan-an-die-berliner-s-bahn-fahrer/ 

Solidaritätsadresse des Aktionsausschusses 100 % S- Bahn an die Großkundgebung der japanweiten Bewegung der kämpfenden Staatsbahnarbeiter (mit Doro-Chiba) am 10.Juni in Tokio:

Internationale Solidariät mit unseren Japanischen Kolleginnen und Kollegen! Es sind nicht nur wir Beschäftigte bei der Berliner S-Bahn, die sich für den Erhalt ihrer Arbeitsplätze engagieren. Weltweit gehen Eisenbahnerinnen und Eisenbahner auf die Strassen, befinden sich im Streik oder besetzen ihre Betriebe für eine sichere, erträgliche und bessere Zukunft. Für sich und ihre Familien. So auch unsere japanischen Kolleginnen und Kollegen der bereits privatisierten Japanischen Staatsbahn. Erhobenen Hauptes kämpfen sie gegen die Privatisierung der Staatsbahn, für die Wiedereinstellung aller 1047 entlassenen Arbeiter, die Wiederbelebung kämpferischer Gewerkschaften und die Schaffung eines weltweiten Netzwerkes kämpfender Gewerkschaften gegen den Neoliberalismus. In enger Verbundenheit mit unseren Kolleginnen und Kollegen der Gewerkschaft Doro-Chiba, die als erste japanische Gewerkschaft nach der Atomkatastrophe in Fukushima gegen die Verschleierung und Verharmlosung der Katastrophe durch die japanische Regierung, für die Abschaltung aller Atomkraftwerke auf die Straße gingen, schicken wir ihnen als Berliner S-BahnerInnen solidarische Grüße zur landesweiten Kundgebung der kämpfenden Eisenbahner am 10.Juni 2012 in Tokio.

http://aktionsausschuss.blogspot.de/2012/05/internationale-solidariat-mit-unseren.html 

Written by bronsteyn

8. Juni 2012 at 12:55 pm

Veröffentlicht in Arbeiterkämpfe, Deutschland, Japan

Gegen die Ausschreibung der Berliner S-Bahn! Nein zu Schuldzuweisungen an die Beschäftigten der S-Bahn!

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Als nächster Schritt der Privatisierung der deutschen Bahn soll die Berliner S-Bahn (Tochter der DB) ausgeschrieben werden. Vulgo: eine essentielle öffentliche Dienstleistung soll privatwirtschaftlichen Profitinteressen zu Frass vorgeworfen werden. Auf Kosten der Interessen der Fahrgäste und der Beschäftigten.
Dagegen wehren sich Berliner S-Bahn-Fahrer.
Die Berliner S-Bahn darf nicht privatisiert werden.
Die Schuldzuweisungen an die S-Bahn-Fahrer wegen Verspätungen und Zugausfällen aufgrund einer (offensichtlich bewusst) verfehlten Personalpolitik müssen zurückgewiesen werden.
Sie erinnern fatal an eine Kampagne der bürgerlichen Medien in den 80er Jahren in Japan, als die Beschäftigten der Eisenbahn für die Defizite der Japanischen Staatsbahn (JNR) verantwortlich gemacht wurden. Dies bildete damals den medialen Auftakt zur Zerschlagung und Privatisierung der JNR. Die Methode, angeblich „faule“ Beschäftigte für bewusst herbeigeführte finanzielle und technische Defizite verantwortlich zu machen, hat zum Ziel, eine De-Solidarisierung zwischen den Bahn-Beschäftigten und der Öffentlichkeit, speziell den Benutzern herbeizuführen.
Diese Management-„Tricks“ sind also weder neu noch originell.
Sowohl die Öffentlichkeit als auch die Beschäftigten werden die Geschädigten sein, wenn die S-Bahn zum Spekulationsobjekt menschenfeindlicher Profitinteressen wird.
Deshalb ist frühzeitig eine breite Solidarität mit den Berliner S-Bahn-Fahrern notwendig.
Solidarität mit dem Aktionsausschuss „100 % S-Bahn“!
Dokumente hierzu:
S-Bahner Beschwerde vom 17.12.
Paula7_aktuell_Nr.30_Kommunikation_zu_Personalmangel_Tf_in_Öffentlichkeit
Silvester ohne S-Bahn?
Sonderinfo des S-Bahn-Betriebsrates
Flugblatt des Aktionsausschusses „100% S-Bahn“

Written by bronsteyn

1. Januar 2012 at 11:17 pm

Veröffentlicht in Arbeiterkämpfe, Deutschland