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Zum 25.6.1950 – Beginn des Koreakrieges

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in der Linken Zeitung, noch etwas überarbeitet:

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Video über den Arbeitskampf bei den Ssangyong Motorenwerken

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UPDATE!

Leider nur in koreanisch und japanisch, aber mal sehen, ob wir ein eigenes Video dazu produzieren können mit dem Material:

Die URL: http://www.dailymotion.com/video/x9n677_20090621yyyyyyyyyyyyy_news

Der japanische Genosse und youtube-Nutzer dc2video lud den kompletten Film noch in zwei Teilen nach youtube hoch und stattete ihn mit einer deutschsprachigen Beschreibung aus, die einem Artikel der Linken Zeitung entnommen ist.

Herzlichen Dank an dc2video für die freundliche Unterstützung!

URL: http://www.youtube.com/watch?v=SnEsTgCyryQ

URL: http://www.youtube.com/watch?v=zguNkjUSz8U

Ergänzend ein historisches Video des youtube-Nutzers dc2video über die Aktionsform des Besetzungsstreiks, welcher besonders in den USA der 30er Jahre eine grosse Rolle spielte:

Written by bronsteyn

21. Juni 2009 at 3:40 pm

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Einige Filme und Videos aus und über Südkorea – Nachkriegsgeschichte

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Da ich mich derzeit aktualitätshalber (Atom- und Raketenkrise um Nordkorea) mit der koreanischen Geschichte beschäftige, möchte ich einige sehr interessante Videos aus youtube im deutschen Sprachraum vorstellen und knapp kommentieren.

Da wäre zunächst ein Wochenschaubericht in englischer Sprache, der im Jahr 1960 (also sieben Jahre nach dem Ende des Koreakrieges) vom Sturz des Massenmörders Syngman Rhee berichtet. „Unruhen auf dem Level einer Revolution“ (O-Ton). Bei der Gelegenheit wurde auch in westlichen Kinos ruchbar, dass Sygman Rhee die damaligen Wahlen (sowie alle vorangegangenen) gefälscht hatte.

Hören und sehen Sie selbst:

Doch die Kräfte, die Syngman Rhee an die Macht getragen hatten, waren nicht entmachtet. Südkorea erlebte dann eine neuerliche Diktatur unter Park Chung-Hee 1961-1979. In der offiziellen imperialistischen Propaganda der US-Apparate nannte sich das natürlich auch eine „Demokratie“, wie zuvor das Massakerregime Syngman Rhees. Park Chung-Hee war auch persönlich ein direkter Vertreter der ehemals mit dem japanischen Imperium kollaborierenden Oberschicht. Er wurde denn auch standesgemäß von seinem eigenen Geheimdienstchef – wohl aus persönlichen Gründen – umgebracht, was allerdings für die „Stabilität“ Südkoreas im Sinne des US-Imperiums untragbar war. Eine neue Diktatur musste her.

Ein wichtiger Wendepunkt war dann 1980 der Aufstand von Gwangju, auch das Massaker von Gwangju genannt. Der damalige neue Militärmachthaber Chun Doo Hwan liess Demonstrationen gegen seine neue Militärdiktatur zusammenschiessen und vor allem in der von jeher rebellischen Stadt Gwanju (Süd-Südwestkorea) richtete das Militär ein Massaker an, das zwar gemessen an dem Gemetzel des Bodo League Massakers „nur“ zwischen 200 (allerniedrigste Schätzungen) bis ca. 2000 (Angaben der Opferverbände) kostete, aber „dummerweise“ sich teilweise vor den Augen einer nicht mehr ganz so gehirngewaschenen „Öffentlichkeit“ stattfand. Immerhin berichteten damals auch deutsche Medien (sehr knapp) über diese Massenmorde, aber es reichte aus, das Militärregime (das natürlich die uneingeschränkte Unterstützung der Reagan-Regierung in den USA hatte) zumindest zu diskreditieren. Trotzdem regierte der Massenmörder von Gwanju noch bis 1988 und Südkorea wurde natürlich im medialen Hirnschiss hierzulande weiterhin eine „Demokratie“ genannt.

Für Südkorea war das Gwanju-Massaker ein Wendepunkt, die Bewegung zur Erkämpfung von echter und wirklicher Demokratie liess sich auch unter der neuen Diktatur nicht mehr unterdrücken. Gwanju gilt wegen des Mutes der damaligen Bevölkerung, die sich (anfangs völlig gewaltlos) dem Militär entgegenstellte, heute als „Schrein der koreanischen Demokratie“. Wie schon vor dem Koreakrieg stellte die Bevölkerung nach den ersten Massakern allerdings Einwohnerwehren auf und versuchten, international auf ihren Kampf gegen die Diktatur aufmerksam zu machen.

2007 erschien in Südkorea ein Spielfilm, der von diesem Massaker erzählt. Sein Name ist „18.Mai“ oder 518. Sie können unter dem Suchbegriff  „518“in youtube und diversen Suchmaschinen suchen, ich glaube so ziemlich allen Koreanern ist geläufig, was der Begriff bedeutet.

Im ostasiatischen Raum erregte dieser Film sehr viel Aufsehen und Zuspruch. Es versteht sich – angesichts unserer völlig verblödeten und von US-Produktionen aus Hollywood geprägten Kinolandschaft – fast von selbst, dass dieser Film zwar in japanisch usw synchronisiert wurde, aber nicht etwa in deutsch (ob in englisch entzieht sich meiner Kenntnis).

In Youtube kursieren verschiedene Trailer dieses Filmes und in den üblichen 10Min-Bruchstücken ist er sogar insgesamt vorhanden.

Hier der Filmbeginn gerippt (die restlichen Stücke müssen Sie sich zusammensuchen…). Die völlig arglose Bevölkerung wird in Filmschnitten dargestellt, sowie das nahende Verhängnis.

Hier ein Trailer zu dem Film:

Ein weiterer Trailer:

Und noch ein Trailer von 518:

Hier die vollständige Sequenz aus dem Spielfilm, in der das Militär das Feuer auf die Bevölkerung eröffnet. Die Szene ist den realen Ereignissen fast minutiös nachgestellt. Eine dramaturgische Meisterleistung, auch wenn ich kein Wort verstehe:

Achtung! Ab hier „real life“. Das folgende sind keine Spielfilmausschnitte mehr.

Hier ein Videomitschnitt, der den Angriff der Polizei auf eine Gedenkveranstaltung zu dem Thema am 18.5.2008 zeigt (es ist offensichtlich immer noch nicht ausgestanden):

Dieses Video zeigt – von Musik untermalt – originale Bilder aus dem „Gwanju Uprising“. Zu sehen sind hier auch Bilder der Selbstverteidigungsgruppen der Einwohner, Milizen, die nach den ersten Gewalttätigkeiten des Militärs gebildet wurden.

Dieses Video enthält Filmaufnahmen aus dieser Zeit (1980) aber auch von der Bewegung der folgenden Jahre, die für die gefallenen Helden von Gwanju Gerechtigkeit einforderte. Eine in den 1990er Jahren eingesetzte Kommission gab die Zahl der Opfer des Gwangju-Massakers mit 207 Toten und etwa 1000 Schwerverletzten an. Opferorganisationen gehen von mindestens 1000 Toten und 15.000 Verletzten aus.

Schauen Sie sich die Filme ruhig an, sie machen klug, vor allem, wenn mal wieder von der südkoreanischen Demokratie die Rede ist. Jedes demokratische Recht musste nämlich in hartem und opferreichen Kampf der Diktatur abgetrotzt werden. Und der Kampf ist noch lange nicht zu Ende.

Written by bronsteyn

18. Juni 2009 at 10:02 pm

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Unbekanntes Südkorea der Arbeiter- und Studentenkämpfe

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Südkorea ist ein fernes Land. Wenn wir in unseren Medien in letzter Zeit mal von diesem Land was hören, dann meistens im Zusammenhang mit den Deklarationen südkoreanischer Regierungsvertreter in Fragen der Atom- und Raketenkrise um Nordkorea.
In den Geschichtsbüchern stehen zudem auch noch Märchen und Legenden über ein „demokratisches“ Südkorea, das 1950 vom „kommunistischen“ Nordkorea „überfallen“ wurde.
Der Koreakrieg 1950-53 ist ein eigenes Kapitel, das ich ja schon mit dem Thema des Bodo-League-Massakers angeschnitten hatte.
http://www.youtube.com/watch?v=S-hxwc…
Doch fast vollkommen unbekannt ist, was im Südkorea der Gegenwart und jüngsten Vergangenheit vorgeht und vorging.
Zunächst einmal: bis 1987 war Südkorea (mit sehr kurzzeitigen Unterbrechungen) eine Militärdiktatur, und zwar eine der brutalsten der Welt. Jedes demokratische Recht, jede Freiheit musste auf den Strassen und durch Streiks in den Fabriken den Machthabern abgetrotzt werden.
Der „offizielle“ Gewerkschaftsverband FKTU war eine Gründung der Militärdiktatur gewesen und befand sich strikt unter deren Kontrolle; somit ist er im wesentlichen als eine „gelbe Gewerkschaft“ zu bezeichnen.
Eine sehr kämpferische Studentenbewegung (die schon 1960 den Sturz des Massenmörders Syngman Rhee bewirkte) inspirierte auch das Entstehen einer autonomen, von Militärs und den grossen Bossen unabhängigen Gewerkschaftsbewegung.
Der unabhängige Gewerkschaftsverband KCTU wurde 1995 begründet, konnte aber seine Legalität erst 1999 durchsetzen. Das Recht auf Meinungsfreiheit und Demonstrationen musste gegen eine sehr harte Repression erkämpft werden (bis heute muss eine Demonstration in Südkorea genehmigt werden und nicht – wie in Deutschland – angemeldet).
1996/97 brachte der (damals noch völlig illegale) Gewerkschaftsverband KCTU die damals in einer Nacht- und Nebelaktion verabschiedeten Arbeitsgesetze zu Fall.
Parallel zum KCTU existiert eine sehr kämpferische Bewegung gegen die Basen der US-Armee im Land. Der „Antiamerikanismus“ der Arbeiterbevölkerung ist sprichwörtlich in Südkorea, denn – zu Recht – die USA werden für die Teilung Koreas verantwortlich gemacht.
In jüngerer Zeit beantwortet KCTU die massiven Entlassungswellen im Zuge der kapitalistischen Globalisierung mit Besetzungsstreiks.
All das ist ein in Deutschland weitgehend unbekanntes Südkorea. Arbeiter- und Studentenkämpfe in Südkorea kommen in unseren Medien, die vorgeben, „Nachrichten“ zu verbreiten, gar nicht vor.
Dieses Video soll einen visuellen Eindruck von diesen Kämpfen vermitteln.
Über den KCTU informieren Sie sich sinnvollerweise über dessen englischsprachige Webseite:
http://kctu.org

In diesem Zusammenhang empfehle ich auch folgendes Video:

Workers Revolt – South Korea

Produced by ABC Australia
Distributed by Journeyman Pictures

Demnach betrachten die südkoreanischen Behörden sogar Feierlichkeiten zum Jahretag der Befreiung (Gesamt-)Koreas von der japanischen Kolonialherrschaft (das war 1945) als „Gefährdung der Staatssicherheit“.

Das Einbetten dieses Videos ist leider (wohl aus urheberrechtlichen Gründen) deaktiviert, daher hier nur die URL:

http://www.youtube.com/watch?v=Ic–RX_yuD4

Written by bronsteyn

16. Juni 2009 at 6:06 pm

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Südkorea: Kämpferische Gewerkschaftsunion KCTU droht der Regierung mit Massenstreik

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Journalismus von unten tut not. Sonst wüssten Sie, liebe Leser, nicht, wie sich derzeit die Situation in Südkorea zuspitzt. Sie werden mehr wissen, wenn Sie diesen Artikel bis zum Ende lesen.

Die rechte Regierung Lee Myeong-bak, die unter dem Verdacht steht, am Tode des Ex – Präsidenten Roh Moo-hyun –hm- sagen wir einmal seltsam verwickelt gewesen zu sein, konfrontiert sich seit einiger Zeit mit der unabhängigen und kämpferischen Gewerkschaftsbewegung KCTU. Diese Regierung, die sich auf die gleichen Kreise stützt, die den Massenmörder Syngman Rhee und die auf ihn folgenden Militärdiktatoren Park Chun Hee und Chun Doo Hwan an die Macht brachten, kann sich mit dem Machtverlust der südkoreanischen Oligarchie seit 1987 immer noch nicht abfinden.

Lesen Sie weiter in der Linken Zeitung

Written by bronsteyn

12. Juni 2009 at 3:53 pm

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Video zum Bodo League Massaker 1950 in Korea

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Liebe Leser,

ich habe zum Themenkomplex Korea und Koreakrieg nun ein erstes Video produziert. Für alle, die bereits meine Koreaartikel gelesen haben, sei gesagt, dass grundsätzlich keine neuen Fakten in dem Video vorkommen. Es soll dazu dienen, Menschen, die nicht so sehr gewohnt oder geneigt sind, lange Texte zu lesen und Quellen zu prüfen, einen ersten Zugang zu dem Thema zu liefern.

Thema dieses Videos ist das Bodo League Massaker.

Wenn Sie beitragen dazu beitragen wollen, den monströsen Berg an US-Geschichtslegenden auf dem Themenkomplex Korea, Koreakrieg, Nordkorea, Südkorea usw abzutragen, dann betten Sie dieses Video in Ihre Blogs ein, verlinken Sie darauf und empfehlen Sie es weiter!

Werden Sie zum Bestandtteil einer kritischen Gegenöffentlichkeit von unten!

URL: http://www.youtube.com/watch?v=S-hxwc5h3F8

Written by bronsteyn

9. Juni 2009 at 2:16 pm