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Posts Tagged ‘US-Kriegsverbrechen

Weitere Links zu den US-Massakern während des Korea-Krieges

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Weitere interessante Links zum Thema der US-Massaker während des Koreakrieges. Diese wurden bis zum Jahr 2000 von der „westlichen“ Geschichtsschreibung völlig verschwiegen.

AG Friedensforschung an der Uni Kassel zitiert Neues Deutschland von 26. Juli 2008 über das Ende des Koreakrieges (27.Juli 1953): „In der Zeit vom 25. Juni 1950 bis zum 27. Juli 1953 kamen nach konservativen westlichen Schätzungen über 4,6 Millionen Koreaner ums Leben, einschließlich drei Millionen Zivilisten im Norden und 500 000 Zivilisten im Süden der Halbinsel.“ Berichte über eine Guerillia in Südkorea, die bis 1952 andauerte.

BBC News Online 11 January, 2000: US-Staatssekretär Caldero erkennt die Leiden der Korea-Massaker an. Es handelte sich allerdings nur um das No Gun Ri – Massaker, das sich in keiner Weise mehr vertuschen liess, da US-Veteranen, die an dem Massaker beteiligt waren, sich offenbart hatten.

BBC News Online 22 March, 2000: Nordkorea fordert Untersuchung der Massaker während des Koreakrieges.

BBC Online April 2000: „Neue Beweise für Massentötungen während es Koreakrieges“: das Massaker von Dokchon, die Massenertränkung von Pohang

WDR: „Das Massaker von No Gun Ri“ (Korea 1950)  Sendedatum: Sendetermin Donnerstag, 29. März 2007.Es war ein Massaker an unschuldigen Zivilisten. Kaltblütig ausgeführt von Soldaten der amerikanischen Armee, befohlen von höchsten Generälen.“

freitag.de, 20.04.2007 „Ein Schutzwall aus Leichen“ Über das No Gun Ri Massaker 1950 , das jahrzehntelang den nordkoreanischen Truppen fälschlicherweise angelastet worden war, aber tatsächlich durch US-Truppen gerichtet wurde. Auch über die Operation Operation Rattentöter, ein anderes Massaker an ser südkoreanischen Bevölkerung in einer späteren Phase des Koreakrieges, und zwar 1951-52. Demnach gab es in Südkorea bis 1952 noch eine anti-Rhee und anti-US-Guerillia.

BBC News 18 August 2008: Exhumierung von Massengräbern (aufgrund Koreakriegsmassaker) in Deagu

Huffington Post, May 18, 2008: Massenmorde in Südkorea 1950 wurden vor der Geschichte verborgen. Der Artikel berichtet davon, dass Journalisten im Jahr 1950 durchaus von den Massenmorden berichten wollten, aber von ihren Vorgesetzten abgeblockt wurden. So dem Journalisten James Cameron geschehen bei dem Magazin London’s Picture Post. Derv Hournalist Alan Winnington von The Daily Worker berichtete auch über die Massaker, wurde von der US-Botschaft in London der Fälschung bezichtigt. Der Associated Press Korrespondent O.H.P. King brichtete auch über die Massenmorde des Rhe-Regimes, ebenso verschiedene US-Offiziere und Diplomaten,d eren Berichte allesamt unterdrückt wurden.

FAZ-NET, 19. November 2008: Korea-Krieg 1950 bis 1953: Wirkung und Wahrnehmung (Buchbesprechung) „Der Ort No Gun Ri, wo bei Beginn des Krieges koreanische Flüchtlinge getötet wurden, steht stellvertretend für andere Massaker, die es wohl gegeben hat.“. Ansonsten ist der Artikel, wie von der FAZ nicht anders zu erwarten, abwieglerisch bis zum Abwinken.

Artikel in SPIEGEL ONLINE  25.07.2006: „Hunderte Flüchtlinge starben „Ende Juli 1950 in der koreanischen Stadt No Gun Ri im amerikanischen Kugelhagel. Ein Versehen, hieß es stets von Seiten der US-Armee dazu. Nun sind Dokumente aufgetaucht, die zeigen: Das Massaker, eins der schlimmsten des 20. Jahrhunderts, war angeordnet.“

Eine Bemerkung am Rande: Der SPON – Artikel ist mit einigen Fotos illustriert, darunter  dieses hier miteinem US-amerikanischen Panzer. Die Bildbeschreibung dazu lautet: Ein US-Panzer rollt am 26. Juli 1950, Tag des Massakers, durch die Straßen von Yongdong nahe No Gun Ri. Später fiel die Stadt in die Hände nordkoreanischer Streitkräfte. Das ist insofern aufschlussreich, als die landläufigen Propagandalegenden zum Koreakrieg stets behaupten, dass die südkoreanische Armee bei Ausbruch des Krieges (einen Monat zuvor) keine Panzer und schweren Waffen besessen habe, und manchmal noch dreister, es wären bei Kriegsbeginn auch keine US-Truppen im Lande gewesen. Ich bin auf den Umstand ja schon eingegangen (Thema „Panzerüberlegenheit Nordkoreas…).

wikipedia in deutsch zum Massaker von No Gun Ri: http://de.wikipedia.org/wiki/Massaker_von_Nogeun-ri

wikipedia in deutsch zum Massaker von No Gun Ri: http://en.wikipedia.org/wiki/No_Gun_Ri

WDR-Dokumentarfilm zum Massaker von No Gun Ri zum Download.

Written by bronsteyn

27. Juni 2009 at 7:17 pm

Zum 25.6.1950 – Beginn des Koreakrieges

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Video zum Bodo League Massaker 1950 in Korea

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Liebe Leser,

ich habe zum Themenkomplex Korea und Koreakrieg nun ein erstes Video produziert. Für alle, die bereits meine Koreaartikel gelesen haben, sei gesagt, dass grundsätzlich keine neuen Fakten in dem Video vorkommen. Es soll dazu dienen, Menschen, die nicht so sehr gewohnt oder geneigt sind, lange Texte zu lesen und Quellen zu prüfen, einen ersten Zugang zu dem Thema zu liefern.

Thema dieses Videos ist das Bodo League Massaker.

Wenn Sie beitragen dazu beitragen wollen, den monströsen Berg an US-Geschichtslegenden auf dem Themenkomplex Korea, Koreakrieg, Nordkorea, Südkorea usw abzutragen, dann betten Sie dieses Video in Ihre Blogs ein, verlinken Sie darauf und empfehlen Sie es weiter!

Werden Sie zum Bestandtteil einer kritischen Gegenöffentlichkeit von unten!

URL: http://www.youtube.com/watch?v=S-hxwc5h3F8

Written by bronsteyn

9. Juni 2009 at 2:16 pm

Haeju und die Verbrechen der USA am koreanischen Volk

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Die Frage, wer eigentlich wirklich den Korea-Krieg begonnen hatte, wurde nach meinem Wissen in der deutschen Bloggerei erstmals von nemetico im damaligen politblog aufgeworfen.Bislang war der Widerspruch zu den geltenden imperialistischen Propagandalegenden den Anhängern der (stalinistischen) nordkoreanischen Juche – Ideologie vorbehalten gewesen, eine Strömung, die wenig Einfluss auf die öffentliche Meinung hat. Im Zuge der aktuellen Berichterstattung über die nordkoreanischen Weltraumraketen und unterirdischen Atombombenversuche gewinnen diese Fragen wieder an Aktualität. Der Blog Mein-Parteibuch griff das Thema angesichts des jüngsten Medienhypes über den „Irren von Pyöngyang“ auf.

Tatsächlich fällt es ins Auge, dass die aktuellen Schlagzeilen der durch imperialistische Pressure Groups („Agenturen“) gleichgeschalteten Medien allesamt wie selbverständlich von der Legende einem nordkoreanischen Angriffskrieg 1950 gegen das „demokratische“ Südkorea ausgehen, gewissermassen als die Mutter aller Lügen über Nord- und Südkorea. Daraus werden dann die üblichen „Der Irre von Pyöngyang“ – Szenarien gestrickt bis hin zu öffentlichen Kriegs- und Mordaufrufen durch bezahlte Kommentatoren („Trolle“) in diversen Foren.

In den letzten Jahren wurden dank des Internets eine Menge imperialistischer Lügen aufgedeckt, beispielsweise die Brutkastenlüge oder die Zwischenfall-im-Golf-von-Tonking-Lüge, und für viele Menschen offenbarte sich angesichts solcher Dinge, dass sie bisher in einer medialen Scheinwelt gelebt hatten.

Wer griff am 25. Juni 1950 wirklich an?

Doch wenden wir uns der immer wieder debattierten Gretchenfrage zu, wer denn damals am 25.Juni 1950 wirklich den Krieg begann. Nemetico schrieb damals in seinem Artikel im politblog (der nicht mehr existiert):

Wie brach dieser Krieg aus?

Kommen wir zur Frage des Ausbruchs des Krieges. Es ist wirklich nicht leicht, Faktenmaterial dazu zu finden.
Durchweg lautet die “westliche” Lesart auch in den Quellen, die ich im Internet finden konnte: die Nordkoreaner hätten versucht, in einem “Blitzkrieg” Südkorea zu erobern. Aber wirkliche Belege fand ich nicht außer der sich formelhaft wiederholenden Formulierung, am 25.Juni 1950 hätten die nordkoreanischen Truppen die Demarkationslinie “überschritten”.

Audiatur et alterna pars (höre auch den anderen Teil), sage ich mir und schlage auf den Seiten des Freundeskreises der Juche-Ideologie in der Kommunistischen Partei Deutschlands. Ich weiß zwar nicht, um welche Kommunistische Partei es sich handelt, aber mich interessiert ja die Geschichte des Korea – Krieges. Und verläßlicher als Spiegel Online sind solche Seiten wahrscheinlich auch (kleiner Scherz). Hier findet sich ein ausführlicher Text: Die Wahrheit über den imperialistischen Krieg gegen die Koreanische Demokratische Volksrepublik, der vor 50 Jahren ausbrach

Genau die interessiert mich. Der Text ist umfangreich. Es wird sich aber aber nicht nur auf kimilsungische Quellen bezogen, sondern auch auf damalige “westliche” Pressemeldungen.

Wichtigster Fakt ist hierbei folgender: Die südkoreanische Marionettenarmee konnte am 25. Juni bis auf 2 Kilometer tief in das Territorium der KDVR (Koreanische Demokratische Volksrepublik) vordringen. Eingenommen wurde trotz tapferen Widerstands der Grenztruppen der KDVR der Ort Haeju (Hädschu). Das ging seinerzeit schon als südkoreanische Siegesmeldung über die Nachrichtenticker der ganzen Welt. Die westliche Presse meldete das in Schlagzeilen, so die New York Times, die Londoner Daily Herald und der Londoner Guardian vom 26. Juni 1950. Das sollte die kapitalistische Welt in eine Art antikommunistische Siegesstimmung versetzen und die südkoreanischen Marionettentruppen zum Kampf motivieren. Die Aggression der “Südkoreaner” hatte genaugenommen schon eher begonnen. Am 23. und 24. Juni wurde nordkoreanisches Gebiet unter massiertes Artillerie- Feuer genommen und bombardiert. Schon das meldete seinerzeit die amerikanische und britische Presse. (2) Das und andere Quellen (2) widerlegen die amerikanische Version über den Koreakrieg.

Nun wird behauptet, daß UN-Beobachter den Erstangriff der Nordkoreaner gesehen hätten. Das ist ebenfalls eine plumpe Lüge. UN-Beobachter konnten trotz gegenteiliger Behauptungen auch in deutschen Publikationen, den Angriff der Nordkoreaner nicht gesehen haben. Die waren schon am 23. Juni auf Betreiben der USA-Regierung vollständig abgezogen worden, was übrigens auch von Presseorganen aus aller Welt bestätigt wurde. Sicherlich war den USA-Imperialisten daran gelegen, daß alle neutralen UNO-Beobachter vom 38. Breitengrad am 24. und 25. Juni 1950 abgezogen sind, um keine unmittelbaren UNO-Zeugen der heimtückischen Aggression der südkoreanischen Marionettenarmee zu haben. Die Aggression der südkoreanischen Aggression wird auch von allen inzwischen der Öffentlichkeit zugänglichen Dokumenten des Pentagons bestätigt.

Außerdem läßt auch der Biograph des damaligen Oberbefehlshabers der USA-Truppen im Pazifik-Raum MacArthur, John Gunther in seinem Veröffentlichungen keinen Zweifel daran, daß die “Südkoreaner” die Aggressoren waren, wenn er auch seinem Chef, der dann der Oberbefehlshaber der westlichen Aggressionstruppen in Korea wurde, bewunderte und vielfach von Kriegsschuld und Aggressionslüsternheit zu entlasten versuchte. In (5) schildert er zum Beispiel die Situation im Hauptquartier der USA-Pazifikstreitkräfte in Tokio an jenem Morgen des 25. Juni, als dort die Nachricht eintraf, daß die Südkoreaner Nordkorea angegriffen haben. Er schreibt unmißverständlich, daß amerikanischen Militärs im Stab Mac Arthurs in Tokio am frühen Morgen des 25. Junis die Meldung erhielten, daß die Südkoreaner die Grenze zum Norden überschritten haben. Schon mit dieser Schilderung bricht die Standardversion von Nordkorea als angeblicher Angreifer in sich zusammen.

Dazu werden folgende Quellen angegeben:

(1) Olaf Groehler “Der Koreakrieg 1950-1953″, Militärverlag der Deutschen Demokratischen Republik, Berlin 1980; (2) The US imperialists started the Korean war (Die USA-Imperialisten haben den Koreakrieg begonnen), Foreign languages Publishing house, Pyongyang”; (3) Modern history of Korea” (Geschichte von Korea der Neuzeit), Foreign languages Publishing house, Pyongyang; (5) The riddle of MacArthur (Das Rätsel von MacArthur), Hamish Hamilton, London 1951; (6) Outstanding leadership and brilliant victory, (Herausragende Führungskunst und glänzender Sieg), Korea pictorial, Pyongyang, 1993.

Doch es ist seit diesem politblog – Artikel wieder Zeit vergangen, und siehe da, aus den Archiven tauchen Dinge auf, die man nicht gerade als Schätze, sondern als Leichen im Keller des US-Imperialismus bezeichnen muss.

Im Zusammenhang der Frage des Ausbruchs des Koreakrieges fällt immer wieder der Name der Stadt Haeju in der Provinz Süd Hwanghae. Die Einnahme dieser nordkoreanischen Stadt wurde tatsächlich am 26. Juni 1950 vom Daily Herald, vom britischen Guardian und von der New York Herald Tribune gemeldet, aber ohne nähere Angabe darüber, wann diese Einnahme genau stattgefunden hatte. Der Ton dieser Pressemeldungen war „triumphalistisch“ und berief sich auf amerikanische Militärkreise. (1).

Wann hat der Koreakrieg „offiziell“ begonnen? Richtig, am 25. Juni. Das deutsche wikipedia indessen lügt, natürlich ohne näheren Nachweis:

Am 25. Juni 1950 überschritten die Truppen der Nordkoreanischen Volksarmee nach abwechselnden Grenzverletzungen beider Konfliktparteien die Grenze.

Heaju wird hier überhaupt nicht erwähnt. Es kommt hier wirklich aufs Detail mal an. Denn das Überschreiten der Demarkationslinie durch nordkoreanische Truppen ist das Axion, das bis heute die Rolle Nordkoreas als Aggressor in jenen Tagen 1950 rechtfertigt. nemetico berief sich bei seinen Zweifeln noch auf „östliche“, kimilsungische Quellen, nunmehr liegen eindeutig „westliche“ vor.

Koreakrieg (von wikipedia)

Koreakrieg (von wikipedia)

William Blum (1) hat aber noch mehr zu berichten. Demnach berichtet der (unbedingt US-loyale) MacArthur-Biograph John Gunter an einer Stelle, dass er am 25. Juni in Japan als Tourist weilt und miterlebte, wie ein Vertreter der US-Besatzungsbehörden einen Telefonanruf bekam, wonach „die Südkoreaner Nordkorea angegriffen“ hätten, eine „big story“. Am gleichen Tag aber gaben die US-Dienststellen die Parole aus, Nordkorea sei der alleinige Aggressor. Gunter gab auch eine Erklärung für den seltsamen Telefonanruf, wonach die US-Militärs sich wohl hätten von der „marktschreierischen“ Propaganda Nordkoreas beeindrucken lassen (Nordkorea verkündete anklagend den Angriff der südkoreanischen Kräfte über Rundfunk). Diese Erklärung bezeichnet Blum zu Recht als ungereimt, aber sie passt zu der schon vorbereiteten Gleichschaltung der Medien.

Von der Einnahme der Stadt Haeju war später in den westlichen Medien nicht mehr die Rede.

William Blum verweist auch auf einen anderen Artikel in der New York Times am 26.Juni (also am Tag nach offiziellem Ausbruch des Krieges), wo darauf hingewiesen wurde, dass der südkoreanische Regierungschef Syngman Rhee stets ie gewaltsame Eroberung des Nordens gefordert hatte und dafür das amerikanische Einverständnis verlangt habe (1).

Doch er weist noch auf einen weiteren sehr interessanten Fakt hin. Demnach hatte ein amerikanischer Offizieller (American Aid Mission in South Korea) vor seiner Remission unmittelbar nach Kriegsausbruch gesagt, dass das südkoreanische Regime ein „oppressives Regime“ sei, das „wenig tat, um dem Volk zu helfen“ und daß sich in jedem Fall eine südkoreanische Aufstandsbewegung  gegen das Rhee-Regime entwickelt hätte, wenn die Truppen des Nordens nicht gekommen wären. Doch das ist noch eine ganz andere Geschichte.  Bleiben wir noch bei der Frage des Kriegsausbruchs.

Entgegen allgemeinen Glaubens gab es am 38. Breitengrad keine unabhängigen Beobachter der UNO, die irgendeine Aussage hätten treffen können. Deren Mandat war nämlich am 23. Juni 1950 abgelaufen. Es hielten sich danach auch keine unabhängigen Beobachter, sei es der UNO, sei es von sonst wem, mehr am 38. Breitengrad auf. Alle Behauptungen dieser Art wurden ausschließlich von der Rhee-Regierung oder den US-Militärs in die Welt gesetzt.

Wie kam es, dass die Rhee-Regierung durch ihr Informationsministerium schon am Morgen des 26. Januar die Einnahme Haejus durch einen „Gegenangriff“ verkündete, aber später (als der Kriegsverlauf sehr ungünstig zu verlaufen drohte) diese Meldung dementierte? (1)

Milchman (16) wartet sogar mit noch erstaunlicheren Fakten auf:

It is a matter ot record that Rhee and his Defence Minister had been threatening to invade North Korea for months…. It is further established, also, that Rhee had been decisively defeated in the election of May 30. 1950, an election which the American  government forced-upon him. His regime was ‚left tottering.‘
He had no political future unless war broke out, and his will power was entirely sufficient to bring war about. His prewar
threats to march north were discounted during the war, hut after it began the report that Secretary of State Acheson
’never was quite sure that Rhee did not provoke the Red attack of 1950″ was amply justified.

Wie denn? Es – „gesichert“ – fanden Wahlen am 30. Mai in Südkorea statt, bei denen Rhee „entscheidend“ geschlagen worden war? Nach dieser Quelle war es ein Kalkül von Syngman Rhee und John Foster Dulles gewesen, den Krieg zu provozieren und ein amerikanisches Eingreifen zu erzwingen.

In der Tat gilt in der politikwissenschaftlichen und zeitgeschichtlichen Forschung längst:

Es bedarf keiner Geheimdokumente, um nachzuweisen, dass Südkorea zur Herbeiführung der Wiedervereinigung mit gewaltsamen Mitteln bereit war.(5)

Demnach kann als sehr wahrscheinlich gelten, das Syngman Rhee den Krieg bewußt von Zaum brach. Er hatte Motiv, Gelegenheit und die Mittel dazu. Was das Motiv angeht, so stoßen wir bei der zeitgeschichtlichen Wahrheitssuche noch auf mehr interessante Fakten.

Das Jeju – Massaker

Ein grauenhaftes Vorspiel zum Koreakrieg war das Jeju – Massaker. Dieses fand VOR dem Koreakrieg statt, auf zwar auf Jeju, einer koreanischen Insel südlich des Festlandes. Nach dem Ende des 2. Weltkrieges und der provisorischen Teilung Koreas (davon weiter unten) hatte die rechtsgerichtete Regierung in Seoul eines rechtsgerichtete Lokalregierung auf dieser Insel eingesetzt. Da die Einsetzung dieser Regierung gegen den Willen der Inselbevölkerung erfolgte, kam es zu Massakern an Teilen der Inselbevölkerung und anschliessend zum bewaffneten Aufstand gegen die Repression.

Um die Aufständischen im bergigen Landesinnern zu isolieren, wurden alle Dörfer, die mehr als vier Kilometer von der Küste entfernt waren, dem Erdboden gleichgemacht. Nach offiziellen koreanischen Angaben wurden dadurch zwischen April 1948 und August 1949 270 von insgesamt 400 Dörfern auf der Insel ausgelöscht.

Der Widerstand der Inselbevölkerung wurde vor Ausbruch des Koreakrieges völlig erstickt, erst in den 80er Jahren begann in Südkorea die Aufarbeitung dieser Vorgänge. Am Aufstand der Inselbevölkerung war sowohl Nordkorea als auch die Kommunistische Partei Koreas nicht beteiligt.

wikipedia:

beispielsweise empfand der selbst an der Niederschlagung der Unruhen beteiligte General Kim Ik Ruhl († 1988) die in den Jahrzehnten danach in Südkorea vorherrschende Erklärung der Ereignisse als kommunistischen, separatistischen Aufstand als falsch: einem nach seinem Tod veröffentlichten Manuskript zufolge war Nordkorea an ihnen nicht wesentlich beteiligt; das Handeln der Insulaner sei weniger ideologisch motiviert, als viel mehr eine Reaktion auf eine vermeintliche Gefährdung der örtlichen Schmuggelwirtschaft sowie auf Plünderungen, Morde und Vergewaltigungen seitens rechtsgerichteter Marodeure von der Halbinsel, die nach Jejudo geschickt worden waren. Auch das amerikanische Militär hatte Anteil an der Entwicklung.

Soviel nur zu der Frage, ob Syngman Rhee hätte mit einem Aufstand in Südkorea rechnen müssen, wären die Nordkoreanischen Truppen dem nicht zuvor gekommen.


Schwere Kriegsverbrechen der USA und ihrer Marionetten

Als „dokumentiertes Kriegsverbrechen“ kann das Massaker von   gelten.

Als besonders grauenhaft ist der „Plan“ des US-amerikanischen Generals MacArthur hervorzuheben, im Falle eines siegreichen Vorstosses bis an die chinesische Grenze und ggfs. darüber hinweg die chinesisch.koreanische Grenze durch Atombomben zu verseuchen und einen „Strahlungsgürtel“ gegen den „Kommunismus“ einzurichten. Meines Wissens ist MacArthur niemals von unseren gleichgeschalteten Medien als der „Irre vom US-Oberkommando“ bezeichnet worden (4).

In der Kriegführung der USA, die es geschafft hatte, sich ein UNO – Mandat zu erschwindeln (die Vetomacht UdSSR hatte gerade den Sicherheitrat verlassen aus Protest gegen die Nichtaufnahme der jungen VR – China – wäre ein schlechter Zeitpunkt gewesen für die „von Stalin angeordnete nordkoreanische Aggression“, wie die imperialistischen Legenden behaupten), wurde fast jedes Völkerrecht gebrochen, es wurden Zivilisten, darunter zahllose Kinder (als Angehörige von „Kommunisten“) massakriert, Staudämme bombardiert, Napalm eingesetzt, alles was man später von Vietnam auch her kannte (2) (4) (6).

Die Massaker der Syngman-Rhee-Truppen an der politischen Linken und Gewerkschaftsbewegung

Es deutet alles drauf hin, dass das Regime von Syngman Rhee, das im wesentlichen aus ehemaligen Kollaborateuren mit den japanischen Besatzungsbehörden bestand (die „Elite“ Koreas hatte die japanische Annektion 1910 unterstützt), den Krieg benutzt, um mit Hilfe der US- Armee die koreanische Arbeiterbewegung auszurotten (6) (14) (15).

„Zuerst sei der US-amerikanische Oberst Rollins S. Emmerich »aufgewühlt« gewesen und habe versucht, die Aktion hinauszuzögern. Dann aber habe er seinen südkoreanischen Offizierskollegen »die Erlaubnis gegeben«, 3500 politische Gefangene mit Maschinengewehren niederzumähen, damit die vorrückenden Truppen des kommunistischen Nordkoreas sie nicht befreien könnten. Das geht aus jüngst entdeckten US-Dokumenten in den einst geheimen Archiven Washingtons hervor, berichtete die Nachrichtenagentur AP am Wochenende. »In nur wenigen Wochen im Sommer 1950 haben amerikanische Offiziere Massenexekutionen, die von ihren südkoreanischen Verbündeten durchgeführt wurden, beobachtet, fotografiert und vertraulich kommentiert. Bei diesen Massenmorden sind 100000 oder mehr politisch linksgerichtete Menschen und verdächtige Sympathisanten ohne Anklage oder Richterspruch umgebracht worden«, so AP .“ (4 )

Der Zeitgeschichtler Herrmann Ploppa schreibt (15):

Seit 1997 versuchen koreanische Regierungsausschüsse, u.a. der Ausschuss für Wahrheit und Versöhnung, durch Zeugenbefragungen und Ausgrabungsaktionen Licht in dieses dunkle Kapitel zu bringen. Es geht vornehmlich um den Frühsommer 1950. In dieser ersten Phase des Koreakrieges drangen nordkoreanische Truppen in das südkoreanische Staatsgebiet ein. Sie trieben die südkoreanischen Streitkräfte und deren US-amerikanische Militärberater vor sich her, bis die Südkoreaner nur noch ein kleines Gebiet um die Hafenstadt Busan im Südosten kontrollierten. Panisch durchkämmten die Südkoreaner ihr Gebiet nach möglichen nordkoreanischen Kollaborateuren.

Dieser Personenkreis war schon unter der Diktatur von Rhee Syngman[1] , der seit 1948 Südkorea beherrschte, erfasst worden. Rhee ließ eine Umerziehungsorganisation gründen, die National Guidance League. Rhees Gefolgsleute rekrutierten 300.000 Bürger zur Umerziehung. Um das vorgegebene Soll zu erreichen, wurden auch analphabetische Bauern, die gar nichts mit den politischen Spannungen zu tun hatten, der Indoktrination unterzogen. Zudem befanden sich in Rhees Haftanstalten 30.000 politische Gefangene.

Die Gefängnisinsassen waren die ersten, die nunmehr der vorsorglichen Hinrichtung unterzogen wurden.

In diesem Zusammenhang verweise ich auf eine Playlist bei youtube zum Koreakrieg (3).

In unseren Medien wird immer das Bild von einem von einem „Irren“ regierten Nordkorea und einem „demokratischen“ Südkorea erzeugt. Es handelt sich um eine Scheinwirklichkeit. Bis 1987 war Südkorea sogar eine ganz gewöhnliche Diktatur, die keinen Vergleich mit den Regimen eines Videla oder Pinochet scheuen musste.

Die Umstände des jüngsten „Selbstmordes“ eines Ex-Präsidenten, der sich für eine Aussöhnung mit Nordkorea leidenschaftlich eingesetzt hatte, sind sehr bedenklich und deuten darauf hin, dass eine mörderische und zu allem entschlossene mafiotische „Elite“ in Südkorea seit 1950 ungebrochen die Strippen zieht und der bedingungslosen Unterstützung durch den US-Imperialismus sicher sein kann.

Es ist an der Zeit, diese Propagandalegenden aufzubrechen.

Natürlich darf das nordkoreanische Regime, das eine Mischung aus klassischen Stalinismus mit traditionellen Elementen der asiatischen Despotie (asiatische Produktionsweise) verbindet, deshalb nicht idealisiert werden. Das Kim – Regime ist entstanden als Ergebnis des Koreakrieges, in dessen Verlauf die unabhängige Arbeiterbewegung Koreas fast völlig vernichtet wurde. Aber es war ganz offensichtlich nicht verantwortlich für den Ausbruch des Koreakrieges. Dieser war eine Inszenierung der übelsten und mörderischsten Sektoren des US – Imperialismus einerseits und der korrupten kollaborationistischen südkoreanischen „Elite“ andererseits.

Ich bitte alle angegebenen Quellen zu beachten, die Autoren haben teilweise sehr aufwendige Recherchearbeit hinter sich.

Brechen wir die Propagandalegenden!

Playlist zum Koreakrieg

Quellen:

(1) Killing hope: US military and CIA interventions since World War II, William Blum, Zed Books, 2003, ISBN 1842773690, 781842773697

(2)Washingtons OK zum Massenmord (Artikel in der Jungen Welt)

(3)Playlist bei youtube über den Koreakrieg und US-amerikanische Kriegsverbrechen

(4)Napalm über Korea, Artikel in Le Monde Diplomatique

(5)Die Koreakrise – Seminarbeit von Sebastian Heisig

(6)Photodokumente: Exumierung von Skeletten und Leichen in Südkorea, u.a. wurden ungezählte Kinder von den US – Marionettentruppen massakriert

(7)Essays on international law and organization, behandelt die Frage, wie Enthaltung im Sicherheitsrat der UN geregelt ist

(8)Nachweis über die betrügerische Rückdatierung der UN-Resulution, mit der Invasion und Massakerkrieg der USA legitimiert wurde

(9)Seltsame Umstände des aktuellen „Selbstmordes“ des ehemaligen südkoreanischen Präsidenten

(10) Die Webseite der (süd)koreanischen Wahrheitskomission über Kriegsverbrechen während des Koreakrieges

(11) CIA – Operationen in Korea 1950-55 von Lee Wha Rang

(12) deutscher wikipedia-Artikel zum Korea-Krieg (sehr mit Vorsicht und Misstrauen zu behandeln)

(13) wikipedia – Webseite zur Insel Jeju-do

(14) sogar im Spiegel gabs mal einen informativen Artikel zu den Massakern der USA  im Koreakrieg

(15) Herrmann Ploppa über die Massenexekutionen der US-Armee und ihrer Marionetten

(16) Alan Milchman 1965:  D.F. Fleming on „The Origins of the Cold War“

(17) Mein Parteibuch zu Korea, besonders  „Die Nordkorea-Lüge“

Weiterführende Hinweise auf Arbeiterkämpfe in Südkorea:

Interview mit Kwon Young Kil, Chef des illegalen südkoreanischen Gewerkschaftsverbandes KCTU

Südkoreas neues Arbeitsgesetz ist keinem recht

Playlist über jüngste Arbeiterkämpfe in Südkorea bei Youtube.

Written by bronsteyn

28. Mai 2009 at 9:55 pm